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„One Billion Rising“ auf dem Marktplatz

Vor Tanzperformance steht der Protest

Ahlen

Tanzen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen hat auch in Ahlen schon Tradition: Am 14. Februar treffen sich sicher wieder zahlreiche Fans der Aktion „One Billion Rising“ auf dem Markt. Vorher kann schon geprobt werden.

-ak-

Sie setzen sich mit der traditionellen „One Billion Rising“-Aktion gegen Gewalt an Frauen ein (v.l.): Sabine Giesecke-Helweg, Diana Maszyk, Elke Kreutzer, Sandra Meyer und Nadine Köttendorf. Foto: Angelika Knöpker

„One Billion Rising“ ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Seit sieben Jahren ist die VHS Veranstalter mit mehreren Kooperationspartnern. „Leider haben wir Rückschritte gemacht“, bedauert VHS-Leiterin Nadine Köttendorf beim Pressetermin am Dienstag die zunehmende Gewalt an Frauen und Mädchen. Afghanistan, Iran und die Ukraine seien nur einige Beispiele dafür.

Unter dem Motto „Rise for Freedom – erhebt euch für den Frieden“ lädt Initiatorin Sabine Giesecke-Helweg am 14. Februar (Dienstag) ab 16.30 Uhr auf den Marktplatz, um nach einer vorgegebenen Choreographie gegen das Unrecht zu tanzen. Allein im vergangenen Jahr waren es mehr als 200 Mitwirkende. Öffentliche kostenlose Proben sind im Freiraum an der Friedenstraße am 29. Januar und 5. Februar (sonntags), jeweils um 15 Uhr möglich. Trainerin Denise Engelbert wird die Tanzschritte mit den Teilnehmenden üben. Mit roten, blauen und pinkfarbenen Schals werden besondere Akzente gesetzt.

Vom Kugelbrunnen zum Markt

Bereits um 16.10 Uhr setzt sich am 14. Februar ein Protestzug vom Kugelbrunnen über die Fußgängerzone bis zum Marktplatz in Bewegung. Auch dem können sich gerne viele Bürgerinnen und Bürger anschließen. Elke Kreutzer von Innosozial hat die Plakate entworfen und drucken lassen. Vorstellen wird sie das Projekt „How to be“ für queere Menschen, mit Postkarten wird zu den offenen Treffs eingeladen.

Als Kooperationspartner sind Sandra Meyer vom Familienzentrum Albert-Schweitzer-Schule und Diana Maszyk, stellvertretende Leiterin des Offenen Ganztags, mit dabei. Sie wollen die Eltern der Kinder zum Mitmachen motivieren und bieten eigene Proben an.

Für die Logistik sorgt die Familienbildungsstätte, für die Technik zeichnet Michael Oertel von „Order a party“ verantwortlich und Sabine Giesecke-Helweg konnte einen ehrenamtlichen Filmemacher verpflichten, der die Aktion aufzeichnen wird.

Handzettel in zehn Sprachen

Mehrere 100 Handzettel in zehn Sprachen werden verteilt, Überraschungen sind geplant. Dazu zählt auch die Vorführung eines bekannten Kurzfilms, der Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf bedrückende Art und Weise thematisiert. Gegen 18 Uhr ist dann offiziell Schluss, so dass auch der Valentinstag noch gefeiert werden kann.

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