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Förderverein „Kulturgut Samson“

Vorstand zeigt sich motiviert und gestärkt

Tönnishäuschen

Über politischen wie gesellschaftlichen Rückhalt freut sich der Förderverein „Kulturgut Samson“. Bei der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand einstimmig bestätigt und Leon Schwarte als neuer Schatzmeister gewählt.

Von Ralf Steinhorst

Der neue Vorstand des „Kulturguts Samson“ hat breite politische Unterstützung: Kassierer Leon Schwarte, Beisitzer Ralf Budt, Wahlleiter Josef Remmert, Vize-Vorsitzender Ludwig Brinkkötter, Landtagsabgeordneter Markus Höner, Vorsitzender Willi Wienker, Schriftführer Christian Wolff, Bundestagsabgeordneter Henning Rehbaum und Bürgermeister Dr. Alexander Berger (v. l.). Foto: Ralf Steinhorst

Eine beachtliche Kehrtwende hat der Förderverein „Kulturgut Samson“ hinter sich gebracht: Sah es bei der Mitgliederversammlung im Dezember 2019 noch so aus, als könnte das ambitionierte Projekt zur Rettung des ehemaligen Landgasthofes scheitern, konnte der Vorstand am Donnerstagabend Vollzug melden. Und sogar noch mehr.

Das „Kulturgut Samson“ ehrte Andreas Stapel für seine Vorstandsarbeit zwischen 2016 und 2022. Foto: Ralf Steinhorst

„Jetzt sind wir Gäste im eigenen Hause“, freute sich der Vorsitzende Willi Wienker, dass der Förderverein nun Eigentümer des denkmalgeschützten Ensembles ist. Ein Fakt, das sich in den Grußworten widerspiegelte. „Es war ein langer, steiniger Weg, der am Ende von Erfolg gekrönt war“, lobte Bürgermeister Dr. Alexander Berger, der auch das gute Zusammenspiel mit der Stadt hervorhob. Der CDU-Landtagsabgeordnete Markus Höner sagte seine Unterstützung bei weiteren Förderungen durch das Land zu und der Vorhelmer Ortsausschussvorsitzende Hubertus Beier erinnerte daran, dass alle Akteure immer bestrebt waren, die Tönnishäuschener bei dem Projekt mitzunehmen. „Dieser Förderverein passt gut in die Zeit, weil er etwas für die Gesellschaft tut“, konstatierte der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum.

Die Mitgliederversammlung im aal der Alten Schänke war sehr gut besucht. Foto: Ralf Steinhorst

Mit einem Geschenk bedankte sich der Förderverein bei Andreas Stapel für sein Engagement als langjähriger Beisitzer. Einen spannenden Rückblick auf die Kaufverhandlungen mit den Voreigentümern von Haus Vorhelm gab Hermann Wimber vom S&P-Beraterhaus in Werne, der von Rechtsanwalt Daniel Hötte mit in das Verfahren einbezogen wurde, nachdem dieses kurz vor dem Abbruch stand: „Es ist immer gut, Köpfe zu nutzen, die nicht verbraucht sind“. Die Gespräche mit Haus Vorhelm seien freundlich gewesen, letztlich aber sei der Kauf des Objekts erst durch Landesmittel und das finanzielle Engagement von Christian Wolff möglich, den Hermann Wimber deshalb ausdrücklich lobte: „Das war eine enorme Entscheidung.“ So konnte Leon Schwarte in seiner Rückschau neben den Bewilligungen verschiedener Förderungen auch den 12. April 2020 als Datum der Unterzeichnung des Kaufvertrages herausstreichen.

Dachsanierung und Renovierung der Tenne stehen an

Bei den Wahlen zum Vorstand ergaben sich bei der Neubesetzung nur geringfügige Veränderungen. Willi Wienker bleibt Vorsitzender, Ludwig Brinkkötter sein Stellvertreter und Christian Wolff Schriftführer. Zum neuen Kassierer wurde Leon Schwarte gewählt, neuer Beisitzer als Nachfolger für Andreas Stapel ist Ralf Budt. Die Funktion der Kassenprüfer übernehmen Wolfgang Graf von Ballestrem und Klaus Vorbrink. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt.

Nachdem der Vorstand in den vorigen zwei Jahren nur kommissarisch im Amt war, kann der neue nun motiviert für die weitere Entwicklung aktiv werden. Ludwig Brinkkötter nannte hier die Dachsanierung und die Erlebbarmachung der alten Pferdedeckstation als vordringliche Aufgaben. Danach soll auch die Sammlung der Kitzig-Bilder konzipiert werden, mit der die Kooperation mit dem „Ahlener Kulturkeller“ begonnen hat. Mechthild Massin bedankte sich beim Förderverein für die Übernahme der rund 100 Bilder.

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