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Stadtwerke rechnen mit spürbaren Effekten bei Gas- und Stromabnahme

Wasser wird eher mehr verbraucht

Ahlen

Gegenüber Kunden, die infolge der Coronakrise in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wollen sich die Stadtwerke kulant zeigen.

Peter Harke

Foto: Katja Lenz

Der teilweise „Shutdown“ des öffentlichen Lebens macht sich auch beim Energieverbrauch bemerkbar. Das bestätigte der scheidende Geschäftsführer der Stadtwerke Ahlen, Hans Jürgen Tröger, zu Wochenbeginn auf Anfrage unserer Zeitung. Die Abnahme bei Strom und Gas gehe bisher zwar „noch nicht rapide“ zurück, Tröger rechnete aber mit spürbaren Effekten, sollten noch mehr große Ahlener Unternehmen in Kurzar­beit gehen und ihre Produktion weiter drosseln. Beim Wasserverbrauch der Privathaushalte führe der Umstand, dass viele jetzt mehr Zeit zu Hause verbringen, eher zu ei­ner Zunahme.

Gegenüber Kunden, die in finanzielle Bedrängnis geraten, zeigten sich die Stadtwerke „kulant“, versicherte Tröger, fügte aber eine Bitte hinzu: „Man sollte nicht einfach die Zahlung einstellen, sondern mit uns Kontakt aufnehmen.“ Von Anschlusssperren werde jedenfalls bis auf Weiteres abgesehen.

Kundencenter telefonisch erreichbar

Das Kundencenter an der Industriestraße ist zwar für den Publikumsverkehr geschlossen, aber telefonisch erreichbar unter der Nummer 78 81 00 oder per E-Mail aninfo@stadtwerke-ahlen.de. „Vieles lässt sich aber auch über unser Online-Kundenportal abwickeln“, sagte Tröger, „das wir vor etwa einem halben Jahr eingerichtet haben, ob es um das Anpassen von Abschlägen, die Einsichtnahme von Rechnungen oder die Änderung der Bankverbindung geht.“

Personal in drei Teams geteilt

Um den Betrieb aufrechterhalten und die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleisten zu können, habe man das Personal vorsorglich gedrittelt, erläuterte Tröger. „Ein Drittel ist vor Ort, ein Drittel im Homeoffice und ein Drittel im Standby.“ Sollte es also un­ter den 86 Mitarbeitern – ohne Bädergesellschaft – ei­nen Coronafall geben, müsste nicht gleich das ganze Unternehmen in Quarantäne. Undenkbar. „Bislang sind wir zum Glück verschont geblieben“, stellte Hans Jürgen Tröger erleichtert fest.

Mit dem Wunsch „Bleibt gesund!“ verabschiedete er sich in einer E-Mail an alle Geschäftspartner und Mitar­beiter in den Ruhestand, der für ihn am 1. April begann – auf den Tag genau 40 Jahre nach seinem Eintritt bei den Stadtwerken.

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