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Heiligabend-Gottesdienste ökumenisch

Weihnachten im Stadion

Ahlen

Erstmals feiern Katholiken und Protestanten an Heiligabend unter freiem Himmel gemeinsam Weihnachten – im Wersestadion.

Dierk Hartleb

Kündigten die ökumenischen Heiligabendgottesdienste an (v.l.): Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Gabriele Hoffmann, Pfarrer Dr. Ludger Kaulig, Pfarrer Markus Möhl und Volkmar Schuster. Foto: Dierk Hartleb

Katholiken und Protestanten vereint am Heiligabend beim Weihnachtsgottesdienst. Das hat es in Ahlen noch nicht gegeben. Noch dazu im Wersestadion. „Gerade in so schlechten Zeiten ist es wichtig, dass sich die Menschen begegnen“, unterstreicht Pfarrer Markus Möhl am Freitagmorgen im Pastoralbüro der Katholischen Kirchengemeinde. Mit am Tisch sitzen sein katholischer Kollege Dr. Ludger Kaulig, Pfarrer Volkmar Schuster für die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde und Gabriele Hoffmann für die Stadtverwaltung.

Unterstützung der Stadt

In enger Abstimmung mit der Stadt haben die Kirchen ein Hygienekonzept erstellt, über das die städtische Rechtsdirektorin sagt, dass man sicherer keinen Gottesdienst feiern kann. Deshalb habe die Stadt das Konzept, die Gottesdienste an Heiligabend im Freien abzuhalten, nach Kräften unterstützt. Und dann wird sie ganz persönlich: „Ich halte das für eine tolle Idee.“

Von den 1700 Sitzplätzen der Haupttribüne des Stadions sollen maximal 500 besetzt werden. „So ist der Mindestabstand von 1,50 Meter auf jeden Fall gewahrt“, versichert Markus Möhl. Den Besuchern stehen bei der Anfahrt die Parkplätze am Wersestadion zur Verfügung. Wobei bereits auf dem Parkplatz, im Stadion selbst und während des Gottesdienstes Maskenpflicht besteht. Der erste Gottesdienst mit Kinderchor beginnt um 14.30 Uhr.

Pfarrer Markus Möhl

Im Abstand von zwei Stunden folgen die beiden weiteren Gottesdienste, die jeweils nur 45 Minuten dauern. Musikalisch gestaltet werden sie von der ökumenisch besetzten Kirchenband und dem Posaunenchor, immer unter strenger Beachtung der Hygieneregeln, bekräftigt Markus Möhl. Menschen mit Gehbehinderungen können alternativ um 15 Uhr die Christmette in der Stadthalle besuchen, wo 110 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Auch hier gilt die Maskenpflicht. Wie für die Veranstaltungen im Stadion müssen auch für die Stadthalle kostenlose Eintrittskarten geholt werden. Geordert werden können sie telefonisch unter Telefon 20 00. Die Kollekten in den Gottesdiensten gehen zur Hälfte an die Hilfsaktionen „Adveniat“ und „Brot für die Welt“.

Vorherige Anmeldung

Die katholischen Gemeinden bieten darüber hinaus noch zwei Streaming-Gottesdienste um 15 Uhr aus der St.-Ludgeri-Kirche und um 17 Uhr aus der Herz-Jesu-Kapelle in Borbein an. Weitere Präsenz-Gottesdienste finden um 17 Uhr und um 21.30 Uhr statt, letzterer in ökumenischer Form. Auch in der Nacht gibt es in allen Kirchen Gottesdienste, die nur nach Voranmeldung in den Gemeindebüros besucht werden können. Für die katholischen Messen steht zudem die Möglichkeit der Online-Anmeldung (www.menschen-leben-kirche.de) zur Verfügung. „Wir waren uns schnell einig“, unterstreicht Kaulig, „in der Zeit der Pandemie den Menschen ein wenig ökumenische Weihnachtsstimmung zuteil werden zu lassen.“ Vielleicht hält die Gemeinsamkeit auch noch nach Corona.

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