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Schützenverein Dolberg

Wenigstens Schmuck am Kreisverkehr

Dolberg

Zwei Jahre hintereinander kein Schützenfest – eine große Enttäuschung für die Dolberger Schützen, die am Himmelfahrtstag eigentlich immer ihren König ausschießen. Aber die Köpfe lassen Vorstand und Mitglieder nicht hängen. Sie schauen optimistisch in die Zukunft.

Von Ralf Steinhorstund

Der Vorstand des Schützenvereins hofft, dass das Vereinsleben im Spätsommer mit einem Biwak wieder durchstarten kann. Die Festschrift zum 325-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr kann noch beim Vorstand gekauft werden. Foto: Schützenverein Dolberg

Eigentlich hätten die Schützen in Dolberg am Himmelfahrtstag ihren neuen König ausgeschossen. Damit wäre gleichzeitig der Jahreshöhepunkt des Schützenvereins eingeleitet worden. Aber wie schon im vergangenen Jahr fällt das Schützenfest der Coronapandemie zum Opfer, was im Verein eine große Enttäuschung und Traurigkeit hervorruft.

„Der Zweck des Vereins ist es, Tradition zu wahren, Brauchtum zu pflegen, gesellige Unterhaltung, Gemeinsinn und Verbundenheit der Bewohner der Dorfgemeinschaft zu fördern“, so steht es in der Satzung des Schützenvereins Dolberg. Aufgaben, die der Verein seit Beginn der Pandemie nur schwer oder gar nicht nachkommen konnte. „Trotzdem gibt es uns natürlich noch“, bekräftigt Schriftführer Norbert Penger dennoch trotzig.

Festschrift noch zu haben

Viele Veranstaltungen rund um den Jahreshöhepunkt mussten abgesagt werden. Zur Vogelversteigerung, Präsentation des Adlers oder der Abnahme der Avantgardisten, um nur einige zu nennen, konnten die Schützen nicht zusammenkommen. Auch die Versammlungen mussten gestrichen werden. Damit steigt die Sehnsucht, endlich wieder gemeinsam feiern zu können. Zumal im vergangenen Jahr schon die Feierlichkeiten zum 325-jährigen Jubiläum ausfallen mussten. Die dafür erstellte Festschrift fand situationsbedingt nicht wie gewünscht seine Abnehmer, sie ist aber dennoch weiterhin beim Vorstand erhältlich.

Zum 325-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr erschien eine Festschrift, die es noch beim Vorstand gibt. Foto: Schützenverein Dolberg

„Die Gesundheit und das Wohlergehen aller Vereinsmitglieder mit ihren Familien und der Dorfbewohner stehen bei uns aber an vorderster Stelle“, betont der Vereinsvorsitzende Hans Droste, dass der Vereinszweck in Pandemiezeiten wichtigeren Werten untergeordnet werden muss. Trotz allem stehen alle im Verein sinnbildlich betrachtet weiter eng zusammen.

So gehen Schützenkönig Benedikt Markenbeck mit seiner Königin Stephanie Droste und auch das Bierkönigspaar Frederik Krupski und Gina-Maria Penger in das dritte Regentenjahr.

Das Königspaar Benedikt Markenbeck und Stephanie Droste geht mit seinem Hofstaat pandemiebedingt in sein drittes Regentschaftsjahr. Foto: Christoph Aulbur

Alle hoffen, dass deren Nachfolgerinnen und Nachfolger im kommenden Jahr inthronisiert werden können.

Gebührend gefeiert werden sollten in diesen Tagen eigentlich auch das Silberkönigspaar Martin Vieth und Vera Wienke, Goldkönigin Hedwig Stratmann und die Eiserne Königin Christel Brehe. Hier gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der Schützenverein wird ihnen zu einem späteren Zeitpunkt die Ehre erweisen. Wie auch den anderen Jubilaren, die in diesem Jahr gewürdigt worden wären.

Fähnchen erwünscht

Ganz ohne Spuren soll das ausgefallene Schützenfest dann aber doch nicht bleiben. So wurde bereits der Kreisverkehr im Lambertusdorf feierlich geschmückt. Der Vorstand wünscht sich, dass die Dolberger auch in den Straßen ihre grünen Fähnchen aufhängen. Im kleinen Kreis wird der Vorstand zudem im Rahmen der Coronaregeln am Himmelfahrtstag am Ehrenmal zu Ehren der verstorbenen Mitglieder einen Kranz niederlegen. Und wer weiß, vielleicht kann dann das für Spätsommer geplante Biwak für die Mitglieder stattfinden.

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