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Innosozial und Ruben Timman luden zum Fotoshooting ein

Werke fürs „Museum der Menschheit“

Ahlen

Schon zum fünften Mal ist der Dokumentarfotograf Ruben Timman in Ahlen zu Gast gewesen, um Menschen zu porträtieren

wn

Gerd Buller vom Kunstverein, Dokumentarfotograf Ruben Timman und Dietmar Zöller von Innosozial (v.l.) freuten sich, dass auch das fünfte Fotoshooting in Ahlen großen Zuspruch fand. Foto: Innosozial

Der niederländische Dokumentarfotograf Ruben Timman kam am Samstagvormittag kaum zum Verschnaufen. Er freute sich aber sichtlich, dass die Ahlener richtig Lust hatten, Teil seiner Fotoaktion „Museum der Menschheit“ zu sein. Das Fotoshooting fand in Kooperation mit Innosozial und dem Kunstverein Ahlen vor dem zukünftigen heilpädagogischen Frühförderzentrum am Markt 1 statt.

„Der macht gute Fotos, da sieht man besser aus, als man denkt“, sprach Innosozial-Geschäftsführer Dietmar Zöller die Passanten an, um sie dazu zu bewegen, mal in die Rolle eines Models zu schlüpfen.

Einige zögerten, andere waren spontan bereit. Wieder andere steuerten den Pavillon gezielt an, sie hatten davon gelesen. „Ich bin angesprochen worden, warum nicht auch mitmachen?“, war Tobias Winthuis spontan bereit, sich mit Sohn Tobias ablichten zu lassen. Anne Althaus hatte mit Enkel Jonathan in der Zeitung vom Fotoshooting gelesen: „Ich finde gut, dass er Porträts macht.“

Anne Althaus hatte in de vom Fotoshooting gelesen und hatte sich so mit Enkel Jonathan auf den Weg gemacht. Sie fand schön, dass Ruben Timman Porträts macht. Foto: Innosozial

Landrat Dr. Olaf Gericke war mit seiner Frau auf Wahlkampfbesuch in der Innenstadt und fragte auch gleich nach, was denn da los sei. Und stellte fest, dass eine ähnliche Aktion in Telgte auch schon gut gelaufen sei.

Vier Fotoshootings hat Ruben Timman für seine Ausstellung „Museum der Menschheit“ in Ahlen durchgeführt, die aktuell fünfte ist aber die erste im Sommer. Eigentlich hätten die Fotos gerade jetzt, vom 9. Mai bis 12. September, in Ahlen ausgestellt werden sollen, das aber fiel wegen Corona flach. Ab 27. April 2021 sollen die Bilder für dreieinhalb Monate zu sehen sein. Vom Marktplatz bis hin zum Hansaplatz hängen dann 70 große Porträts – von 30 Menschen aus aller Welt und 40 aus Ahlen.

Tobias Winthuis

Grundlage der Aktion ist die Überzeugung von Ruben Timman, dass jeder Mensch wertvoll ist und es verdient, porträtiert zu werden – unabhängig von Herkunft und Status.

Die Idee kam ihm im Jahr 2001 bei einem Besuch in Viet­nam, seit 2004 hat er schon 5000 Menschen weltweit porträtiert. In Ahlen ist es sein fünftes Shooting, was reizt ihn an der Stadt? „Ahlen ist ein schöner Ort mit schönen Menschen mit großer Vielfalt“, sagt Ruben Timman.

Ihm sei insbesondere die Zweiteilung der Stadt durch die Bahnlinie aufgefallen, das könne man allein schon durch unterschiedliche Architekturen sehen. Mit Blick auf die kulturellen Unterschiede hofft er, dass die Integration in Ahlen weiter Früchte tragen möge. Dazu wolle er mit seiner Aktion „Museum der Menschheit“ beitragen.

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