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Löschzug Vorhelm bedankte sich

„Wichtel“ machte Festtagsrunde

Vorhelm

Raphael Eustermann war an Heiligabend als „Weihnachtswichtel“ im Hellbachdorf unterwegs. Im Namen des Löschzugs Vorhelm verteilte er Überraschungspäckchen.

Christian Wolff

Gemeinsam mit Tochter Leonie und Ehefrau Marion bestückte Zugführer Raphael Eustermann die 80 Überraschungspäckchen und machte sich dann als „Feuerwehrwichtel“ auf den Weg durchs Wibbeltdorf. Foto: privat / Christian Wolff

Neben den vielen Geschenken, die sich an Heiligabend unter den Weihnachtsbäumen fanden, gab es zum Festtag noch eine weitere Überraschung: Vor vielen Vorhelmer Haustüren fanden sich Päckchen, die der Löschzug Vorhelm verteilt hatte.

Zugführer Raphael Eustermann war es ein Herzensanliegen, diejenigen zu beschenken, die sich im ablaufenden Jahr entweder aktiv in Einsätzen und Übungen oder durch andere Leistungen für die Feuerwehr eingebracht haben. Da auch der traditionelle Jahresabschlussabend pandemiebedingt ausfallen musste, hatte Eustermann zusammen mit Tochter Leonie Wichtelpakete gepackt und pünktlich am Heiligen Abend an alle Feuerwehrkameraden sowie weitere Helfer und Unterstützer ausgeliefert.

Raphael Eustermann gemeinsam mit Tochter Leonie beim Packen der Weihnachtspäckchen. Foto: privat

Der oberste Blaurock kam dabei nicht mit dem Schlitten, sondern natürlich standesgemäß mit dem Einsatzleitwagen. Der Inhalt des Wichtelpäckchens: Kekse, Schokolade, eine Flasche Bier mit besonderem Logo-Aufdruck und ein persönlicher Weihnachtsgruß.

Die Überraschung war groß: „Vielen Dank an den blonden Wichtel und seinen Fahrer“, schrieb einer der Feuerwehrleute in die gemeinsame „Whats-app“-Gruppe. Die anderen Kameraden erwiderten und bedankten sich mit teilweise sehr emotionalen Beiträgen. Solch eine Aktion habe es noch nie gegeben.

Der Inhalt des Dankeschöns vom Löschzug Vorhelm. Foto: Christian Wolff

„Wir haben insgesamt 80 Päckchen im Dorf verteilt. Der Inhalt kann auf keinen Fall unseren gemeinsamen Jahresabschlussabend ersetzen, ist aber wenigstens eine kleine ,Wiedergutmachung‘ für die abgesagte Weihnachtsfeier und ein Jahr voller ungewohntem Abstand und Unwägbarkeiten,“ fasste Raphael Eustermann im Gespräch zusammen. „Obwohl wir seit März keinen regulären Übungsbetrieb mehr haben dürfen, steht unsere Arbeit nicht still: Neben größeren Einsätzen, wie das Feuer an der Münsterstraße und mehreren schweren Verkehrsunfällen bekamen wir ein neues Löschfahrzeug und eine neue Hallenbeleuchtung für unser Gerätehaus. Weil wir uns nicht persönlich treffen konnten, mussten unsere Dienstabende allerdings nicht ersatzlos ausfallen, sondern wurden kurzfristig auf Online-Formate umgestellt, so dass wir uns wenigstens in Form von Videokonferenzen sehen – und fachlich auf dem Laufenden halten – konnten“, so der Zugführer. „Danke an alle Kameraden. Ohne sie hätten wir nicht so einen tollen funktionstüchtigen Löschzug!“

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