1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Wiederherstellung der Sicherheit in Europa

  8. >

Ahlener Soldaten verlegen nach Litauen

Wiederherstellung der Sicherheit in Europa

Ahlen

Mit einem Appell verabschiedeten Soldaten und Zivilisten, darunter zahlreiche Ehrengäste, die zweite Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 in den EFP-Einsatz nach Litauen.

Von Peter Schniederjürgen

Die zweite Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 verlegt in Kürze nach Litauen. Bürgermeister Dr. Alexander Berger hatte Stoffmammuts für die Fahrzeugbesatzungen dabei. Foto: Peter Schniederjürgen

Die Koffer sind gepackt, die Rucksäcke geschnürt und die Fahrzeuge stehen ebenfalls kurz vor der Verladung. Denn Mitte Juli verlegt die zweite Kompanie des Aufklärungsbataillons 7 in den EFP-Einsatz nach Litauen. Am Freitag verabschiedete Kommandeur Christoph Linnenbaum seine Soldaten bei einem Appell in der „Westfalen-Kaserne“.

Henning Rehbaum Foto: Peter Schniederjürgen

Dieser EFP-Einsatz begann als Unterstützungseinsatz für die östlichen Nato-Partner bereits mit der Annexion der Krim 2014. „Anlässlich des Angriffs Russlands auf die Ukraine wurde mehr daraus als der geplante Übungsaufenthalt im Herbst“, sagte der Kommandeur. So wird diese gemischte Aufklärungskompanie, sie zeigt einen Querschnitt der gesamten Fähigkeiten des Bataillons, bereits im Juli nach Litauen verlegen. Das zog für die Soldaten eine recht stressige Zeit nach sich, waren doch Ausrüstung und Fahrzeuge nun deutlich früher „abmarschbereit“ zu stellen als ursprünglich. „Sie haben einen guten Ausbildungsstand erreicht und werden ihn in Litauen in einem halben Jahr der Ausbildung weiter verbessern“, gab Oberstleutnant Linnenbaum seinen Soldaten mit. Mitte Juli macht sich die Kompanie auf den Weg. „Mit diesem Einsatz leisten Sie Ihren persönlichen Beitrag zur Wiederherstellung der Sicherheit in Europa“, führte der Kommandeur aus.

Verabschiedungsappell: Manfred Dresenkamp und Thomas Kras übergaben eine Ahlen-Fahne. Foto: Peter Schniederjürgen

Als Gäste kamen Vertreter aus Politik und Gesellschaft in die „Westfalen-Kaserne“. So waren CDU-Bundestagsabgeordneter Henning Rehbaum, Bürgermeister Dr. Alexander Berger, Amtskollege Anton Holz als stellvertretener Bürgermeister Lüdinghausens (Patenstadt der zweiten Kompanie) anwesend. Ebenfalls waren der Kameradschaftsverband der Aufklärer und der Freundeskreis Ahlener Soldaten geladen.

Rehbaum: „Deutschland steht hinter Ihnen“

„Deutschland steht hinter Ihnen“, macht der Bundestagsabgeordnete klar und betonte die Bedeutung des Einsatzes der Aufklärer. „Seit 16 Wochen herrscht der Krieg in der Ukraine. Nun darf es keine Zweifel darangeben, worum es in diesem völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf eine souveränen Staat geht“, machte Rehbaum deutlich. Dazu betonte der Abgeordnete die Folgen der russischen Aggression für die Weltgemeinschaft – auch Hunger in der Welt. „In Litauen leistet die Bundeswehr ganz konkret durch Ihre Kompanieaktivität Solidarität mit den östlichen Nato-Partnern“, so Henning Rehbaum. „Danke für Ihren Einsatz“.

Blick auf die Gästetribüne. Foto: Peter Schniederjürgen

Zum Abschluss des Appells übergab Bürgermeister Dr. Alexander Berger noch Stoffmammuts als Glücksbringer für die Fahrzeugbesatzungen. „Sie sollen Sie an Ihren Heimatstandort erinnern und als Talisman dienen“, verabschiedete sich der Bürgermeister von den Soldaten. Freundeskreis-Vorsitzender Thomas Kras übergab dazu noch eine Ahlen-Fahne.

Startseite
ANZEIGE