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Altkleidercontainer zwischen Ekel und Entsetzen

Wildwuchs in den Wundertüten

Ahlen

Altkleider zwischen Essensresten, Tierkadavern und Pornokassetten: Jürgen Nienaber schockt nichts mehr. Seit zwölf Jahren ist er DRK-Beauftragter für die 16 Containerstandorte im Ahlener Stadtgebiet. Und nur einer von ihnen sei wirklich „clean“.

Von Ulrich Gösmannund

Problemstandort ehemalige Bodelschwinghschule. Beide Container sind schon wieder randvoll. Zweimal in der Woche kommt Jürgen Nienaber zum Leeren. Foto: Ulrich Gösmann

Wundertüten nennt er sie. Doch allzu oft hätte Jürgen Nienaber lieber nicht gewusst, was in ihnen steckt. Seine regelmäßigen Touren zu Ahlens 18 Altkleiderstandorten führen den Rot-Kreuzler durch eine Gefühlswelt zwischen Erstaunen, Ekel und Entsetzen. Ob Elektroschrott, getragene Wäsche, eine Tüte Pornokassetten oder ein halbes Schaf: „Manchmal frage ich mich: Was sind das für Menschen?“ Ob ihm seine Arbeit überhaupt noch Spaß macht? Klare Antwort: „Ich weiß, wofür ich es mache.“

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