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Große Resonanz auf „Verena“-Vortrag über Wärmepumpen

Wirtschaftlich und wirkungsvoll

Ahlen

Wenn sich jemand auskennt mit Alternativen zu fossiler Energie, dann ist er in diesen Zeiten ein gefragter Referent. So ging‘s auch Hans-Jürgen Münnig vom Solarenergie-Förderverein Deutschland am DIenstag in Ahlen. Über 100 Interessierte waren zu seinem Vortrag gekommen.

Von Ingrid Kunst

Anne Bussmann und Ludger Wichmann (r.) begrüßten den Referenten Hans-Jürgen Münnig. Der ist Vertreter des Solarenergie-Fördervereins Deutschland. Foto: Ingrid Kunst

Mit dem Aufruf „Jetzt ist es dringender denn je, von fossilen Energien weg zu kommen und sich mit erneuerbaren Energien besser aufzustellen“, wandte sich Ludger Wichmann am Dienstagabend an über 100 Besucherinnen und Besucher im Gemeindesaal der Pauluskirche. „Der Besuch zeigt starkes Interesse am Thema“, wertete er die hohe Zahl an Zuhörenden, für die noch zahlreiche zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten.

Der Vorsitzende des Vereins für erneuerbare Energien in Ahlen („Verena“) begrüßte zusammen mit Anne Bussmann vom mitveranstaltenden Solarenergie-Förderverein (SFV) Ost-Münsterland den Referenten Hans-Jürgen Münnig. Der Vertreter des Solarenergie-Fördervereins Deutschland hatte viele interessante Informationen zum Thema „Wärmepumpe und Eisspeicher“ im Gepäck. „Der Gaspreis drückt, das merken wir auch in der Infostelle“, berichtete Münnig, der dort im Schwerpunkt als Berater tätig ist.

Verschiedene Energiequellen

In einem klar gegliederten 45-minütigen Vortrag erläuterte Münnig die Vor- und Nachteile von gas-, holz- und ölunabhängigen Wärmeproduzenten. Beginnend mit dem Aufbau und der Funktion der Wärmepumpe nannte er kurz verschiedene Energiequellen, mit denen die Wärmepumpe das Haus beheizen kann, wie beispielsweise Solar- und Geothermie. Ausführlicher erklärte er die Möglichkeiten, mithilfe des Energiezauns oder des Eisspeichers Energie umweltfreundlich zu gewinnen und sie über eine Wärmepumpe in Wärmeenergie umzusetzen.

Das Interesse an der Infoveranstaltung zum Thema Energiewende im Wärmebereich war groß. Foto: Ingrid Kunst

Der Energiezaun ist ein 1,5 Meter hohes schwarzes Rohrgeflecht aus Polyäthylen, das zur Hälfte im Boden verankert ist. Im Sommer heizt er sich durch die Sonne auf, im Winter zieht er die Wärme aus der Erde. Er darf nicht durch Mauern oder Sträucher beschattet, kann aber durch Rankpflanzen verschönert werden.

Der Eisspeicher nutzt die Kristallisationseigenschaften des Wassers und kann auch überschüssige Wärme speichern. Wer im Garten einen alten Öltank habe, könne diesen als Gefäß benutzen.

Wartungsarmes Gerät

Nach Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen lautete Münnigs Fazit: „Die Wärmepumpe ist wirtschaftlich und wirkungsvoll.“ Die Kosten für den Schornsteinfeger und die Abgasmessungen entfielen und das Gerät sei wartungsarm.

Am Ende seiner Ausführungen nutzten die Gäste die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Hier standen die Kostennutzenrechnung und die Umsetzbarkeit im eigenen Haus im Mittelpunkt. Als Betreiber der SFV-Infostelle Südliches Ruhrgebiet/Bergisches Land bietet Münnig auch in Ahlen kostenlose Beratungsgespräche an.

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