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Aktueller Stand zur Lage von Geflüchteten

Zahl der Ortskräfte wird keine Herausforderung

Ahlen

Im Integrationsrat stellte Gruppenleiterin Daniela Noack die Situation von Geflüchteten in Ahlen dar. Dabei spielte auch Afghanistan eine Rolle.

-rst-

Daniela Noack legte den aktuellen Sachstandsbericht zum Thema Asyl vor. Foto: Ralf Steinhorst

Erstmals wurde am Donnerstagnachmittag wieder Ratsarbeit im Ratssaal durchgeführt. In den vergangenen Monaten diente die Stadthalle wegen der Abstände als Sitzungsort. Dem Integrationsrat war es vorbehalten, wieder im Rathaus zu tagen.

Daniela Noack gab zu Beginn seitens der Verwaltung einen aktuellen Stand über die Situation von Geflüchteten in der Stadt Ahlen. Ahlen zählt zurzeit Menschen aus 32 verschiedenen Ländern. Die Zuwanderung hat seit 2016 kontinuierlich abgenommen, seit Ende 2018 wird die Gemeinschaftsunterkunft in Dolberg von weniger als 50 Menschen bewohnt. „Das können wir gut händeln“, berichtete die Gruppenleiterin.

Asylkonzept wird aktualisiert

Seit Juni 2017 wurden in Ahlen insgesamt 443 Asylsuchende aufgenommen, derzeit leben 281 Asylsuchende in Ahlen, wovon ein Drittel (95) minderjährig ist. 24 Asylsuchende wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft, 257 in dezentralen Wohnungen. „Ein Aufenthalt in der Gemeinschaftsunterkunft ist im Normalfall nach vier Monaten abgeschlossen“, legte Daniela Noack dar. Aktuell können noch fünf Menschen im Stadtgebiet in Wohnungen untergebracht werden.

Daniela Noack hat aber auch immer einen Blick auf die internationale Flüchtlingssituation: „Da sind Prognosen nicht immer möglich.“ Fachbereichsleiterin Ursula Woltering schaut ebenfalls intensiv auf die Lage in Afghanistan und teilte mit, dass das Asylkonzept zurzeit aktualisiert werde. Das ist den Plänen geschuldet, dass die Bodelschwinghschule wegen anderer Nutzungspläne zukünftig als Reserve zur Unterbringung nicht mehr zur Verfügung steht. Es werden also neue Räume sondiert. Ursula Woltering legte dar, dass die sogenannten Ortskräfte in Afghanistan aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit der Bundeswehr den Status als Flüchtlinge haben, für die eine Wohnleistung zur Verfügung gestellt werden müsse. „Die Zahl der Ortskräfte wird keine große Herausforderung sein – das ist nicht mit den Verhältnissen von 2015 vergleichbar“, verdeutlichte sie.

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