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Mit falschem 3G-Nachweis zur Kirmes

Zauntrick flog schnell auf

Ahlen

Dumm gelaufen mit dem Impfausweis der Eltern oder mit dem Handy des Freundes: Bei der Eingangskontrolle zur Herbstkirmes flog so mancher Schwindel auf.

Von Ulrich Gösmannund

Versuche gab‘s immer mal wieder, an „3G“ vorbei auf den Kirmesplatz zu kommen. Michael Göttfert, Gruppenleiter Ordnungswesen bei der Stadt Ahlen, bucht sie aber als „kleine Anekdoten“ ab. Etwa die, das Handy mit dem Impfnachweis einem Freund durch den Zaun zu reichen. Oder: mit einem Impfausweis am Check-in zu stehen, auf dem das Alter nicht passen konnte. Strich drunter. Den wohl meisten Kandidaten seien die Ordnungskräfte schnell auf die Schliche gekommen.

Am Tag nach dem fünftägigen Trubel kommt Göttfert auf die Besorgnis einiger Schausteller vor der Kirmes zu sprechen, dass die Kon­trollen an den beiden Eingängen zu abschreckend langen Staus führen könnten. Was sich nicht bewahrheitete. Klar habe es am Freitagabend zum Feuerwerk die längsten Schlangen gegeben. Die Besucher hätten aber Geduld und Disziplin gezeigt. Selbst da habe es richtig gut geklappt. „Durch die Bank waren alle hochzufrieden. Die Schausteller, wir als Ordnungsbehörde und die Besucher“, so Göttfert. Und: „Keine Beschwerden, dass irgendetwas nicht geklappt hat.“

Michael Göttfert

Unter den Versuchen, die 3G-Kontrolle (geimpft, genesen, getestet) kreativ zu umgehen, lag der Zaunversuch klar vorne. „Wir haben sie relativ zügig rausgezogen“, lässt der Gruppenleiter Ordnungswesen wissen. Mut attestiert er jenen jungen Leuten, die mit dem Impfausweis etwa eines Elternteils den Eingang passieren wollten. Dass da was nicht passte, sei offensichtlich gewesen.

Zwei Einsätze steuerte die Polizei der Bilanz noch bei, die in Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum und Aggressionsstau gestanden hätten. Aber das sei für eine Veranstaltung dieser Art nichts Außergewöhnliches.

Gute Aussichten für den „Ahlener Advent“

Entwarnung auch aus dem Kreishaus: „Von Seiten des Gesundheitsamtes hat es bisher keinen Hinweis auf ein Covid-Ausbruchsgeschehen auf der Kirmes gegeben“, sagt Michael Göttfert. Was einmal mehr bestätige, das richtige Konzept gefahren zu haben. Erfahrungen könnten jetzt auch in andere öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen einfließen. Im Moment sei man sehr zuversichtlich, dass der „Ahlener Advent“ auf dem Marktplatz stattfinden könne.

Wie viele Gäste ihre Runde auf dem Rummel machten, dazu soll es in den nächsten Tagen exakte Zahlen geben, die nach Auswertung der Kontrollbändchen vorliegen. Michael Göttfert weiß aber schon jetzt: „Der Besuch war erstaunlich gut. Größer als beim letzten Mal.“

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