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„Handkamp“ und „Hohle Eiche“

Zeitplan für neue Baugebiete steht

Ahlen

Was lange währt: Im Juli oder August soll der Startschuss zur Erschließung des neuen Baugebiets „Handkamp“ fallen, Mitte 2023 könnten dann die ersten Häuser hier errichtet werden. Noch nicht ganz so weit ist der Bebauungsplan „Hohle Eiche“.

Von Peter Harke

Im Juli oder August soll mit der Erschließung des neuen Baugebietes „Handkamp“ westlich der Warendorfer Straße begonnen werden, parallel das Vergabeverfahren für die Grundstücke starten. Foto: Peter Harke

„Nein, keine neuerliche Verzögerung“, schickte Markus Gantefort gleich mal vorweg, um Wind aus den Segeln zu nehmen, die zuletzt im September vergangenen Jah­res ein parteiübergreifender Sturm der Entrüstung mächtig aufgebläht hatte. Doch der damals vom Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Bauen grob skizzierte Zeitplan für die weitere Entwicklung der Baugebiete „Auf dem Handkamp“ und „Hohle Eiche“ hat nach wie vor Bestand und wird konkreter.

Beim Handkamp sei die Ausführungsplanung seitens der Ahlener Umweltbetriebe abgeschlossen, informierte Gantefort nun den Stadtplanungs- und Bauausschuss und stellte den Beginn der Erschließung für Juli oder August in Aussicht. „Die Ausschreibung läuft“, erklärte der Stadtplaner ergänzend im Gespräch mit unserer Zeitung, bis Mai solle die Auftragsvergabe erfolgen. Dann können im Bereich des ehemaligen Aschesportplatzes an der Don-Bosco-Schule die Bagger anrollen. Parallel soll die Vermarktung der Baugrundstücke erfolgen, einige Interessenten stehen schon seit zwei Jahren auf der Warteliste, andere haben ihre Bewerbung aber auch zwischenzeitlich wieder zurückgezogen, weil ihnen das Ganze zu lange gedauert hat.

Markus Gantefort rechnet mit einer Bauzeit von einem dreiviertel Jahr für die Herstellung der technischen In­frastruktur, also der Versorgungsleitungen und der Baustraße, so dass zur Jahresmitte 2023 die ersten Häuslebauer loslegen können.

Ar­tenschutzun­tersuchung läuft noch bis Juli

Nach dem gleichen Drehbuch, nur ein weiteres Jahr später, sollen Eigenheimträume im Baugebiet „Hohle Eiche“ westlich der Eschenbachstraße endlich wahr werden. Hier läuft zurzeit noch – bis Juli – eine Ar­tenschutzun­tersuchung, die der Kreis als Untere Naturschutzbehörde der Stadt Ahlen auferlegt hatte. Das Ergebnis der wegen Corona mehrfach verschobenen und im September 2021 schließlich durchgeführten Verkehrszählung liegt seit wenigen Wochen vor und soll im Herbst dem Fachausschuss vorgestellt werden, zusammen mit Vorschlägen, welche Maßnahmen aus dem Gutachten möglicherweise abzuleiten sind. Denn, und das sei „keine allzu große Überraschung“, sagt Gantefort, es gebe – anhand der Zahlen „deutlich ablesbar“ – Schleichverkehre durch das bestehende Quartier zwischen Händelweg und Straußstraße. Das vorhandene Straßennetz werde aber die Mehrbelastung durch das neue Baugebiet insgesamt gut verkraften können.

Barbara Buschkamp (CDU)

Die Ausschussmitglieder nahmen die Ausführungen kommentarlos zur Kenntnis – mit Ausnahme nur von Barbara Buschkamp (CDU). Sie bat explizit darum, die von Markus Gantefort genannten Daten „genau so“ ins Protokoll aufzunehmen, um sie „nachhalten“ zu können. „Wir sind gebrannte Kinder“, erklärte Buschkamp und übte dann doch noch einmal Kritik an der Dauer der Verfahrensgänge bei den beiden Neubaugebieten: „Das muss schneller gehen, andere Kommunen schaffen das auch.“

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