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Preisgerichtssitzung zum Rathausneubau wird nachgeholt

Zeitplan nicht in Gefahr

Ahlen

Die kurzfristig abgesagte Sitzung des Preisgerichts zum Architektenwettbewerb für den Rathausneubau soll Ende Januar oder Anfang Februar nachgeholt werden. Geplant ist dann eine Hybrid-Veranstaltung.

pd/ph

Die Tage von Rathaus und Stadthalle sind gezählt: Das marode Ensemble (hier im Stadtmodell auf dem Marktplatz) wird ersetzt durch einen Bürgercampus aus Stadthaus mit multifunktionalem Bürgerforum. Foto: Stadt Ahlen

Die vertagte Sitzung des Preisgerichts zum Bürgercampus der Stadt Ahlen soll in der vierten oder fünften Kalenderwoche des kommenden Jahres nachgeholt werden, also Ende Januar oder Anfang Februar. Darauf haben sich am Donnerstag in einer Telefonkonferenz die Stadt und das Büro DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksgesellschaft) verständigt, das den Architektenwettbewerb für ein neues Stadthaus mit Außenanlagen betreut. Die Verschiebung werde den vorgesehenen Zeitplan nicht verzögern, betont Bürgermeister Dr. Alexander Berger in einer Pressemitteilung: „Die Bezirksregierung hat uns bestätigt, dass die Frist zur Einreichung von Anträgen zur Städtebauförderung eingehalten werden kann.“

Üblicherweise müssen solche Anträge bis spätestens Ende September beim Land vorliegen. Unschädlich ist es Berger zufolge jedoch, Kostenplanungen und Entwürfe bis zu zwei Monate später nachzureichen. Aktuell ist coronabedingt die Einreichungsfrist für Förderanträge sogar vom 30. September bis zum 15. Januar 2021 verlängert worden.

Als Hybrid-Veranstaltung soll die nachzuholende Preisgerichtssitzung nun stattfinden. „Was bedeutet, dass wir die Präsenzsitzung in Ahlen um die Möglichkeit der digitalen Online-Teilnahme erweitern werden“, so Berger.

Berger sieht große Vorteile

Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin am 5. Januar werde mit Interesse erwartet, um Hinweise darauf zu bekommen, wie es mit dem harten Lockdown weitergeht. Mit dem Hybrid-Format sei laut Berger der große Vorteil verbunden, dass es auch unabhängig von der in sechs Wochen herrschenden Corona-Lage funktioniert. „Damit können wir sehr zuverlässig davon ausgehen, dass der Ausweichtermin tatsächlich stattfindet.“ Aufgrund der großen Datenmengen, die bei einer teilweise online durchgeführten Preisgerichtssitzung bewegt werden, seien jedoch noch technische Vorbereitungen „in nennenswertem Umfang“ zu treffen. Die sich an das Preisgericht anschließende öffentliche Präsentation der eingereichten Entwürfe sowie die Bürgerbeteiligung sollen ebenfalls in gemischt analoger und digitaler Weise erfolgen.

Am Mittwoch hatte die Mehrheit der externen Fachpreisrichter die Teilnahme an der ursprünglich schon für diesen Donnerstag vorgesehenen Preisgerichtssitzung abgesagt und ihre Entscheidung mit dem aktuell verschärften Covid-19-Infektionsgeschehen begründet. Die Mitteilung war erst am Nachmittag im Ahlener Rathaus eingegangen und löste wegen ihrer Kurzfristigkeit Überraschung aus.

Gesundheit hat Vorrang

Gegenüber unserer Zeitung betonte der Bürgermeister, er habe natürlich volles Verständnis für jeden, der in der gegenwärtigen Situation dem Schutz der eigenen Gesundheit Priorität vor anderen Erwägungen einräume. Zugleich machte Berger keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die Absage: „Ich hätte es gerne durchgezogen. Wir hatten schon alles aufgebaut in der Stadthalle.“

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