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Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ vor dem Start

Ziel könnte auch die Ukraine sein

Ahlen

Auch die Ukraine ist als Zielgebiet für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gelistet. In Ahlen organisieren Kirsten und Volker Gottschling das große Päckchenpacken jetzt zum 21. Mal.

Schon vor dem Start der neuen Hilfswelle hat sich der Gabentisch von Kirsten Gottschling gefüllt. Aufkleber geben einen Hinweis auf Geschlecht und Altersgruppe. Foto: Ulrich Gösmann

Die Ukraine wurde bisher immer in einem Atemzug mit Ländern wie Rumänien, Polen oder Moldau genannt. In Jahr des Krieges sticht sie heraus. Ob Päckchen der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ aus Ahlen zum nächsten Fest die Ukraine erreichen? „Gut möglich“, sagt Kirsten Gottschling, die seit 21 Jahren vor Ort das große Päckchenpacken managt. Die Entscheidung treffe die zen­trale Verteilstelle unmittelbar vor Reiseantritt.

Bis zum 15. Oktober – dem offiziellen Starttermin der neuen Hilfswelle unter dem Signet der international agierenden Organisation „Geschenke der Hoffnung“ – sind es zwar noch ein paar Tage. Der Gabentisch im Weihnachtszimmer der Gottschlings an der Piusstraße ist aber schon jetzt gefüllt. Der erste Karton kam, als die anderen gerade auf dem Weg in ihre Zielgebiete waren. Das war im Dezember 2021. In der Zwischenzeit klapperten – lang durch den Sommer – Stricknadeln treuer Unterstützerinnen, die immer wieder mit ihren handwerklichen Gaben vorbeischauten. Manchmal ist es auch „nur“ ein Kuscheltier, dessen Kulleraugen Kirsten Gotttschling entgegenstrahlen, wenn sie die Haustür öffnet. „Eigentlich“, lacht sie, „ist bei uns das ganze Jahr Weihnachten.“

Dieses Päckchen empfiehlt sich für einen Jungen zwischen zehn und 14 Jahren. Foto: Ulrich Gösmann

Dass im Coronajahr 2021 doch noch 437 Kartons von Ahlenern gepackt wurden, freut die 49-Jährige auch jetzt noch. „Das Tolle war, dass wir diesmal mehr Kartons für Jungen als für Mädchen hatten“, sagt sie. Toll, weil es das in all den Jahren nie gegeben habe.

Damit Jungen an der Zieladresse nicht erstaunt eine Barbiepuppe aus ihrer Geschenkbox hervorholen oder Mädchen einen kleinen Rennwagen, wird mit System gepackt. Getrennt nach Geschlecht, unterteilt in drei Altersstufen. Ein Aufkleber mit Kreuz navigiert das Päckchen dann für seine weitere Reise in eines der Krisen- und Kriegsgebiete dieser Welt.

Anspitzer, Buntstifte, Blöcke, Kämme und Bastelkügelchen liegen schon bereit, um hinzugepackt zu werden. Foto: Ulrich Gösmann

Mit dem Annahmeschluss am 15. November fällt auch die statistische Erhebung zusammen. Kirsten und Volker Gottschling melden an die Zentrale, wie viele Päckchen je Altersgruppe und Geschlecht zusammengekommen sind. Dann erfolgt die Zuteilung.

Kirsten Gottschling

Dass viele Ahlener regelmäßig mitmachen, lässt sich seit Jahren an der richtigen Zusammenstellung ablesen. Dennoch erinnert Kirsten Gottschling daran, was nicht zugepackt werden sollte: „Lebensmittel, darunter immer wieder Kekse.“ Und auch Bücher oder CDs in deutscher Sprache fallen durch die Kontrolle. „Benjamin Blümchen auf Deutsch versteht in einem osteuropäischen Land kein Kind“, verdeutlicht die Ahlenerin. Sie empfiehlt einen „Mischmasch aus Spielen und Anziehsachen.“ Für Jungen eine Taschenlampe, die allein durchs Drücken leuchtet. Für Mädchen eine Puppe. Klein sollten die Gaben sein, um im Karton noch Platz zu lassen für andere Überraschungen oder auch nützliche Schulsachen.

Als Annahmestellen, die ab dem 15. Oktober offiziell einrichtet sind, stehen wieder die bekannten Adressen auf der Liste: die Stoffzentrale im Pressehaus an der Ostenmauer, das Fotostudio Gottschling an der Gerichtstraße, das Delta-Studio an der Parkstraße, die Kindertagesstätte Roncalli an der Lessingstraße und zentral die Privatadresse der Gottschlings an der Piusstraße 44. Fragen werden hier gerne auch telefonisch unter der Nummer 77 56 93 6 beantwortet.

Für weitere Informationen, was in den Karton darf und was nicht, empfiehlt sich ein Blick auf die Internetseite der Hilfsorganisation.

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