Firma Kaldewei startet mit eigenem Zentrum

Zum Impftermin bei der Arbeit

Ahlen

Die Firma Kaldewei hat am Montag ihr eigenes Impfzentrum in Betrieb genommen. Rund 50 Mitarbeiter erhielten dort im Tagesverlauf ihre Erstimpfung gegen das Coronavirus.

Von Christian Wolff

Außendienstler Thorsten Marquardt ist der erste Kaldewei-Mitarbeiter, der am Montag im betriebseigenen Impfzentrum die ersehnte Spritze bekommt. Foto: Christian Wolff

Thorsten Marquardt steht am Montag ganz oben auf der Liste. Er bekommt die erste „Biontech“-Spritze im betriebseigenen Impfzentrum der Firma Kaldewei. Rund 50 weitere Mitarbeiter des bekannten Badewannenherstellers folgen in den Stunden danach, um sich gegen das Coronavirus zu schützen.

Apotheker Frank Altheim bereitet den Impfstoff vor. Foto: Christian Wolff

„Wir sind sehr froh, dass wir unserer Belegschaft dieses Angebot machen können“, sagt Patrick Nußmann, kaufmännischer Geschäftsführer bei Kaldewei und zuständig für den Personalbereich. Bei der Abfrage im Vorfeld habe sich herausgestellt, dass von den gut 700 Mitarbeitern am Standort Ahlen bereits 40 Prozent geimpft sind. „Das ist ja schon eine super Quote.“ Von den verbleibenden 60 Prozent seien ab dem 25. Mai rund 280 Rückmeldungen eingegangen, die nun sukzessive abgearbeitet werden. Sofern genug Impfdosen vorrätig sind, dürfen die jeweiligen Partner dabei gleich mitgeimpft werden, so Nußmann. „Heute in sieben Wochen beginnt unsere Sommerruhe. Dann können hoffentlich alle Mitarbeiter entspannt in den Urlaub starten.“

Dr. Gerd Schweda betreut das Impfzentrum bei Kaldewei. Foto: Christian Wolff

Im Zentrum am Lindweg sorgt aktuell ein sechsköpfiges Team um Dr. Gerd Schweda und Apotheker Frank Altheim von der „Sonnen-Apotheke“ für den fachkundigen Ablauf. Für den Impfarzt, der in den vergangenen Monaten schon am Flughafen Münster-Osnabrück und in verschiedenen Kliniken die Anti-Corona-Spritzen setzte, ein weiterer besonderer Einsatzort – und ein Heimspiel. „Ich komme bald auf 5000 verabreichte Impfungen“, sagt Schweda zwischen zwei Patiententerminen. „Es ist mit Sicherheit so, dass der Impfpass der neue Reisepass wird.“

Nach der Impfung müssen Ulrich Stracke und Thomas Queder erst einmal in den Ruheraum. Foto: Christian Wolff

Für Thorsten Marquardt geht es unterdessen mit zufriedener Miene in den benachbarten Ruheraum. „Da ich im Außendienst arbeite, habe ich viele Kundenkontakte“, begründet er, warum er sich auf den Aufruf gemeldet hat. „Das Testen läuft gut, aber mit der Impfung ist es im Alltag schon besser.“ Nicht zuletzt sei es noch immer schwierig, bei Hausärzten oder im Impfzentrum des Kreises an Termine zu kommen.

Und schon betritt mit Ulrich Stracke Nummer zwei von der Liste den Raum. „In meiner Familie sind die meisten schon geimpft“, verrät er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt auch an der Reihe bin. Kaldewei macht‘s möglich."

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