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Neues Angebot in Vorhelm

Zur Impfung in die Apotheke

Vorhelm

Die Impfbereitschaft in der Bevölkerung ist zurückgegangen. Dennoch hält die Augustin-Wibbelt-Apotheke ab sofort ein zusätzliches Impfangebot vor. Dabei richtet sich der Blick Richtung Zukunft.

-rst-

Ein neues Bild in den Apotheken: Nicht ein Arzt, sondern in diesem Fall Apothekerin Nicole Bußmann führt bei Sascha Overhage die Impfung durch. Foto: Ralf Steinhorst

Lange wurde politisch diskutiert, ob Apotheker zur Unterstützung der Hausärzte impfen dürfen. Seit Anfang Januar ist es bei entsprechender Fortbildung erlaubt. Als erste Apotheke in Ahlen bietet die Augustin-Wibbelt-Apotheke seit Mittwochnachmittag Impfungen gegen das Coronavirus an.

Eigentlich ist die Vorhelmer Apotheke mittwochnachmittags geschlossen. Doch seit gestern hat sich das für spezielle Kundschaft geändert. Nämlich für die Menschen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen wollen und sich dafür bei Apothekerin Nicola Bußmann einen Termin haben geben lassen. In der Ruhe ohne laufenden Betrieb sei es erstmal besser, sich für das Impfen warm zu laufen, erklärt sie Sascha Overhage im Gespräch.

Zwölfstündige Fortbildung

Der ist einer der ersten vier Impflinge an diesem Nachmittag und lässt sich in einer Kabine in der Apotheke eine Booster-Impfung geben: „Hier geht es mit dem Termin schneller als beim Hausarzt.“ Eigentlich ist er schon geboostert, aber nachdem der Johnson&Johnson-Impfstoff, den er vorher erhalten halt, in der Effektivität herabgesetzt wurde, war jetzt die Nachboosterung wichtig. „Für die nächste Woche sind sechs Termine vergeben“, hat die Apothekerin den Terminkalender im Blick. Diese Woche kommt Moderna, aus Logistikgründen ab der kommenden Woche Biontech in die Spritze.

Nicola Bußmann und ihre Mitarbeiterin Anja Kilz, die ebenfalls approbierte Apothekerin ist, haben beobachtet, dass die aktuelle Impfbereitschaft in der Bevölkerung stark zurückgegangen ist. Trotzdem haben beide eine zwölfstündige Fortbildung, angeboten von der Apothekerkammer und durchgeführt von Ärzten, absolviert. Die Hausärzte schaffen das im Moment auch ganz gut, gibt Nicola Bußmann zu, schaut dann aber in die Zukunft: „Im Herbst kann der Bedarf dann aber wieder stark werden.“ Dann nämlich, wenn sich die älteren Jahrgänge nachboostern müssen oder wollen.

Keine Konkurrenz zu Ärzten

Die Herbstperspektive war ein Grund für die Fortbildung, die mögliche Durchführung von Grippeimpfungen in der Zukunft durch Apotheker eine andere. Ein Modellprojekt läuft nämlich schon im Raum Dortmund. Die jetzt absolvierte Fortbildung würde Grippeimpfungen voraussichtlich einschließen. Eine Konkurrenz zu den Ärzten sieht Nicola Bußmann übrigens nicht: „Wir betrachten unser Angebot als zusätzliches Angebot, wir wollen den Ärzten nichts wegnehmen.“

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