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Haldenkreuzweg 2021

Zuversicht in schwerer Zeit

Ahlen

Der 15. Ökumenische Haldenkreuzweg findet statt – online. Zahlreiche Beteiligte sorgen für ein eindrucksvolles Erlebnis.

wn

Dirigent Julian Peppersack vom Blasorchester Dolberg. Foto: privat

Corona-Pandemie und noch kein Ende in Sicht. Davon direkt betroffen ist einmal mehr der Förderverein Ahlener Haldenkreuz. Auf Grund der geltenden Kontakteinschränkungen und Hygieneregeln findet der 15. Ökumenische Kreuzweg, der für den

27. März geplant war und an dem in der Vergangenheit bis zu 500 Gläubige teilnahmen, nicht in der gewohnten Form statt.

Neue Wege in Zeiten der Corona-Pandemie gehen (v.l.) Martina Jotzeit, Vorsitzende des Fördervereins Ahlener Haldenkreuz, und ihr Stellvertreter Jürgen Stemmer. Foto: privat

Verzichten will der Vorstand aber nicht auf die traditionelle Aktion auf der Osthalde, die ansonsten immer am Samstag vor Palmsonntag gefeiert wurde. Ungewöhnliche Umstände erfordern bekanntlich ungewöhnliche Maßnahmen. Und da hat der Förderverein Ahlener Haldenkreuz schon im vergangenen Jahr eine bewährte Lösung gefunden. So wurde der Kreuzweg mit wenigen Akteuren im Vorfeld mit einer Videokamera aufgenommen und im Internet veröffentlicht. „Die Resonanz hat uns absolut überrascht“, blickt Martina Jotzeit, Vorsitzende des Fördervereins, auf die Zahl der Aufrufe statt. Die beiden Youtube-Kanäle, auf denen der Filmbeitrag veröffentlicht wurde, wurden fast 1100 Mal angeklickt, um den virtuellen Kreuzweg anzusehen und mitzuerleben.

Vorsitzende Martina Jotzeit

Nachdem erkennbar war, dass der 15. Ökumenische Kreuzweg erneut nicht in der üblichen Form stattfinden kann, hat Stefan Braunsmann, Geschäftsführer von Media continuo, vor kurzem die Regie übernommen und mit seinem Kameramann Jürgen Rehkuh die Gebete an den einzelnen Stationen in Bild und Ton festgehalten. Mit dabei waren Mitglieder des Fördervereins sowie Vertreter von den christlichen Gemeinden in Ahlen und einige Musiker. „Alles entsprechend den Corona-Vorgaben mit Abstand und beschränkter Personenzahl“, unterstreicht Martina Jotzeit ausdrücklich.

Diplom-Theologe Sabo Hanna spricht an der Station 6: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch. Foto: privat

„Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es wichtig, den Menschen etwas Zuversicht, Halt und Hoffnung zu geben“, ist Martina Jotzeit überzeugt. Dazu könne der Kreuzweg beitragen, der in diesem Jahr unter dem Motto „Liebt einander. Wie ich Euch geliebt habe, so sollt auch Ihr einander lieben“ (Joh. 13) stehe.

Die einzelnen Stationen des Leidens und Sterbens Jesu werden an den 2019 eingeweihten Stelen des Kreuzwegs auf der Halde dargestellt. Wie jedes Jahr hat sich das Organisationsteam initiativ durch den Förderverein Ahlener Haldenkreuz bemüht, die Botschaft Jesu mit politisch und persönlich aktuellen Themen zu verstärken und zu gestalten. „Das Herz als Symbol für die Liebe Gottes zu uns Menschen steht parallel zum Kreuzweg im Mittelpunkt“, verrät Martina Jotzeit vorab.

An der Station 4 (Jesus begegnet seiner Mutter) stehen Saxofonistin Birgit Linnemann und die evangelische Pfarrerin Dr. Petra Gosda. Foto: privat

„Wir wären gerne mit vielen Gläubigen den Kreuzweg abgegangen“, sagt die evangelische Pfarrerin Dr. Petra Gosda. Leider sei das aufgrund der angespannten Corona-Lage nicht möglich. Das bedauern ebenfalls Pastor Volkmar Schuster von der Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinde sowie Diplom-Theologe Sabo Hanna von der Syrisch-Orthodoxen Kirchengemeinde St. Georg. Ihnen ist aber wichtig, dass der Kreuzweg überhaupt stattfindet.

Kameraprofis am Werk: Das Foto zeigt Jürgen Rehkuh (l.) und Stefan Braunsmann. Foto: privat

„Das Video steht am 27. März ab 15 Uhr im Internet zum Abruf bereit“, kündigt Inge Piskorski, Kassiererin des Fördervereins. Und Jürgen Stemmer, stellvertretender Vereinsvorsitzender, ergänzt: „Wir hoffen, dass wir so zumindest im Geiste vereinigt sind und uns viele Menschen begleiten.“

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