1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Zwei herrlich verpeilte Detektive auf Reisen

  8. >

Raus auf den Spieli

Zwei herrlich verpeilte Detektive auf Reisen

Ahlen

Wenn Herr Schnuck und seine Assistentin Schnickschnack die Liebe suchen, dann geht‘s drunter und drüber. Und es wird für das Publikum ausgesprochen lustig.

Von Martin Feldhausund

Detektive in der Wüste. Aber auch dort finden Schnickschnack und Schnuck die Liebe nicht. Ja, wo versteckt die sich denn? Foto: Martin Feldhaus

Detektive sind es gewohnt, schwierige Missionen zu bewältigen. Aber gleich als ersten Fall? Das könnte knifflig werden. Am Sonntag bei der zweiten Etappe von „Raus auf den Spieli!“ auf dem sehr gut besuchten Spielplatz am Oestricher Weg war es das für das Duo Schnickschnack und Schnuck auch. Denn die beiden charakterlich gegensätzlichen Spürnasen begaben sich auf die Suche nach nichts Geringerem als der Liebe.

Gerade erst haben sie ihr Detektivbüro gegründet, da flattert auch schon der (vermeintlich) erste Auftrag auf den Schreibtisch. „An Herrn Schnuck. Such mich! Deine liebe. . .“ Das sollte eigentlich nur eine Nachricht von der Assistentin Schnickschnack an Herrn Schnuck sein. Doch der kommt just in diesem Moment zur Tür herein und versteht den Zettel kurzerhand als ersten Auftrag des Detektivbüros – eine wahre Herkulesaufgabe.

Wo ist die Liebe bloß? Das Duo Schnickschnack und Schnuck begab sich auf die schwierige Suche. Foto: Martin Feldhaus

Dieses Missverständnis bildete den Startschuss für ein turbulentes Abenteuer, bei dem das ungleiche Detektiv-Duo rund um den Globus reiste und die kleinen und großen Zuschauer auf dem Spielplatz in seinen Bann zog. Im Rahmen des Stücks „Schnickschnack & Schnuck auf der Jagd nach der Liebe“ von Autor Jörg Isermeyer sorgten Tobias Winopall und Meike Wiemann dabei für kurzweilige Unterhaltung und boten ein Theaterstück, das durch ausdrucksstarke Mimik und Gestik begeisterte.

Schwer bepackt von einem Ort zum nächsten

Mit einem eigenen Bushaltestellenschild ausgestattet, reisten sie mit ihren schwer bepackten Koffern und jeder Menge detektivischer Berufsausstattung von einem Ort zum nächsten. Wo ist die Liebe bloß? In der Wüste oder doch im Dschungel? Ohne große Utensilien, aber mit viel Spiel- und Wortwitz ließ das Duo diese Kulissen für das Publikum äußerst authentisch wirken und bezog die Kinder dabei auch immer wieder in das Stück ein. „Welche Tiere gibt es denn im Dschungel?“ Auf diese Frage erhielten Schnickschnack und Schnuck einige Antworten. Nur blöd, dass auch gefährliche Raubtiere mit dabei waren. Die Liebe hingegen ließ sich dort nicht finden.

Und nun? Pralinen oder ein Teddy als „Lockvogel“ für die Liebe brachten es leider auch nicht. Umso mehr wirkten die Dialoge der beiden Detektive und sorgten dafür, dass kaum ein Auge trocken blieb. Zu komisch waren die zahlreichen Missverständnisse, die zwangsläufig aufkamen, wenn der organisiert-hilflose Herr Schnuck und die verdattert-patente Schnickschnack versuchten, etwas auf die Kette zu bekommen.

Startseite