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Auftakt zur Klimaland-Sanierungskampagne

Als Pilotkommune Zeichen setzen

Everswinkel

Everswinkel ist Pilotkommune bei der regionalen Klimakampagne „Münsterland ist Klimaland“. Mit der Kampagne will man zeigen, dass sich Klimaschutz nicht nur für die Umwelt, sondern auch für jeden Einzelnen rechnen kann.

Von Karina Linnemann

Viele Informationen rund um die energetische Sanierung von Gebäuden boten Bernhard Feikus, Sebastian Seidel, Hermann-Josef Schäfer, Philipp Elsbernd und Birthe Schnitger Foto: Karina Linnemann

„Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür an“, betonte Bürgermeister Sebastian Seidel am Montagabend in der Festhalle und führte in die Auftaktveranstaltung zur Klimaland-Sanierungskampagne Alverskirchen und Everswinkel ein. Die Besucher erwartete ein erstes Rundum-Beratungsangebot in Sachen energetischer Sanierung.

Die Gemeinde Everswinkel ist bei der regionalen Klimakampagne „Münsterland ist Klimaland“ mit dabei. Dabei startet sie als Pilotkommune im Münsterland die Klimaland-Sanierungskampagne. In diesem Rahmen sollen Eigentümer über die Potentiale der energetischen Sanierung von Wohngebäuden aufgeklärt und bei der Suche nach richtigen Beratungsangeboten unterstützt werden.

„Der Klimawandel ist menschengemacht, die Auswirkungen sehen wir an jedem Tag in den Nachrichten“, so Bürgermeister Sebastian Seidel. Man könne nicht nur die Politik oder große Staaten wie China und Russland in die Verantwortung nehmen, sondern müsse wenn möglich selbst etwas unternehmen.

Die Gemeinde Everswinkel habe bereits erste Schritte in die richtige Richtung unternommen. „Sukzessive erneuern oder sanieren wir etwa Gemeindegebäude oder führen Baumpflanzaktionen durch“, so der Bürgermeister. Damit sich in der Gemeinde bald noch mehr in Sachen Klimaschutz tut, wurde nun die Sanierungskampagne ins Leben gerufen.

Energetische Sanierung wird immer wichtiger

Zur Auftaktveranstaltung waren Hermann-Josef Schäfer von der Verbraucherzentrale, Bernhard Feikus als Geschäftsführer der Gemeindewerke, Philipp Elsbernd von der Gemeinde Everswinkel und Birthe Schnitger von der Energie Agentur NRW mit von der Partie, um das anwesende Publikum über die Wichtigkeit energetischer Sanierungen zu beraten und Fördermittel aufzuzeigen.

Bernhard Feikus zeigte auf, welchen Einfluss ein hoher CO2-Austausch auf das Klima der Erde hat und wo am meisten Kohlenstoffdioxid produziert wird. „Industrie und Verkehr liegen bei der CO2-Produktion weit vorne, aber nicht zu unterschätzen ist, welche Mengen Kohlenstoffdioxid einzelne Gebäude produzieren“, so der Geschäftsführer der Gemeindewerke.

Dies nahm Hermann-Josef Schäfer, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, zum Anlass, über energetische Gebäudesanierung zu referieren.

Förderungen machen Sanierungen attraktiver

Eine Dämmung der Gebäudehülle, neue Fenster, ein gedämmter Dachboden oder die Modernisierung der Haustechnik würden viel Energie einsparen. Da dies oft mit hohen Kosten zusammenhängt, hatte der unabhängige Energieberater der Verbraucherzentrale ein paar nützliche Hinweise.

„Für energetische Sanierungen bietet etwa die KfW Darlehen mit Tilgungszuschuss oder das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), interessante Bauzuschüsse“, so der Experte.

Kostenloser Gebäudecheck

An Praxisbeispielen erläuterte er mögliche Sanierungsmaßnahmen und wies darauf hin, dass immer ein Energieeffizienzexperte beauftragt werden sollte, damit auch ein Recht auf Förderung besteht.

Interessiert hörten die Teilnehmer der Sanierungskampagne zu und hatten auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Philipp Elsbernd von der Gemeinde Everswinkel hatte im Anschluss an die Vorträge noch ein paar Überraschungen für die Teilnehmer. „Wir als Gemeinde spendieren allen Interessierten einen kostenlosen Gebäudecheck mit anbieterunabhängigen Energieexperten der Verbraucherzentrale NRW. Auch bieten wir eine kostenlose Thermographie-Aktion an. Mithilfe einer Infrarotkamera lassen sich Schwachstellen, an denen besonders viel Wärme verloren geht, identifizieren“, sagte Elsbernd. Einen Zuschuss zur Energieberatung für Wohngebäude des BAFA gäbe es, wenn gewünscht, ebenfalls.

Informationen zu dem begrenzten Angebot der Gemeinde und zu weiteren Veranstaltungen gibt es unter

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