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Erhebliche Verzögerungen durch Einsprüche nicht einkalkuliert

Ambitionierter Zeitplan für die WLE

Kreis Warendorf

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 sollen auf der Strecke zwischen Münster und Sendenhorst wieder Fahrgäste befördert werden. Das erklärte Johann Ubben am Mittwochabend bei einer Veranstaltung der CDU-Mittelstandsvereinigung im Hotel Waldmutter in Sendenhorst.

Dierk Hartleb

Johann Ubben: „Erhebliche Verzögerungen durch Einsprüche sind nur bedingt vorgesehen.“ Foto: Dierk Hartleb

Der Bereichsleiter Eisenbahn bei der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) verteidigte die geplante Revitalisierung der Teilstrecke zwischen Münster und Lippstadt mit dem Hinweis auf die Machbarkeit gegen Kritik aus der Zuhörerschaft, bei einem längeren Abschnitt bis Neubeckum würden die Kosten auf über 100 Millionen steigen.

Zum Einstieg hatte der Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum (CDU) die Verkehrspolitik der schwarz-gelben Landesregierung skizziert und sich zu dem von Verkehrsminister Hendrik Wüst verfolgten Kurs eines „gesunden Mix“ aller Verkehrsarten bekannt. So seien beispielsweise die Etatansätze für die Unterhaltung von Straßen, den Ausbau von Radwegen sowie für den Öffentlichen Personennahverkehr erhöht worden. Davon profitiere auch die hiesige Region mit einem weiter an Einwohnerzahl gewinnenden Münster als Oberzentrum, was den Druck auf die Umlandgemeinden weiter erhöhen werde. Allein in Sendenhorst gebe es zwei Betriebe mit mehr als 1000 Beschäftigten, so dass viele Menschen ein- und auspendelten.

Die WLE habe die Planungen für das Planfeststellungsverfahren für eine Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke zwischen Münster und Sendenhorst weit vorangetrieben, erklärte Ubben, die Unterlagen umfassten 14 Aktenordner, die der Bezirksregierung Münster zur Prüfung vorlägen. Ubben rechnet mit anderthalb Jahren für die Genehmigung. Danach könne die WLE mit dem Bau beginnen, der die Beseitigung von mehr als zwei Dutzend Bahnübergängen an der Strecke vorsieht.

Auf Nachfragen führte Ubben aus, dass die WLE alle Grundeigentümer informiert habe, von denen die WLE für den Ausbau der Strecke Land benötigt. Das betreffe sowohl die Verlegung von Wirtschaftswegen als auch geringe Korrekturen der Strecke, wobei die Trasse in den größten Teil erhalten bleibt. In dem ambitionierten Zeitplan seien erhebliche Verzögerungen durch die Einlegung von Rechtsmitteln nur bedingt vorgesehen.

Rehbaum wies darauf hin, dass 40 Prozent aller Einsprüche gegen die Errichtung von Windrädern auf den Nabu zurückgingen.

Für den Ausbau der Bahnstrecke sind 40 Millionen Euro angesetzt. In Albersloh soll es einen Haltepunkt, in Sendenhorst einen Bahnhof geben. Zudem sollen die Fahrpläne zwischen Bus und Bahn aufeinander abgestimmt werden.

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