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Agrarpolitischer Austausch mit der SPD

Bauern fordern vereinfachte und verlässliche Regeln

Kreis Warendorf

Vertreter der Landwirtschaft tauschten sich mit Landes- und Bundespolitikern der SPD aus. Mehr „klare Kante“ fordern die Landwirte von den Politikern in Düsseldorf und Berlin.

Im Austausch (v.l.): Dr. Matthias Quas (WLV-Geschäftsführer), Andreas Westermann (stellvertretender WLV-Vorsitzender), Bernhard Daldrup (MdB), Paul Verenkotte (stellvertretender WLV-Vorsitzender), Ralf Pomberg (SPD-Landtagskandidat aus Beelen), Annette Watermann-Krass (MdL), Hermann-Josef Schulze-Zumloh (WLV-Vorsitzender) und Karl Werring (Präsident der Landwirtschaftskammer NRW Foto: SPD

„Keine Zukunft ohne Perspektive“, da waren sich alle Beteiligten des agrarpolitischen Austausches einig. Die Abgeordneten Bernhard Daldrup (Bund) und Annette Watermann-Krass (Land) kamen zum Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern des WLV-Kreisverbandes Warendorf zusammen. Auch der SPD-Landtagskandidat für den nördlichen Kreis Warendorf, Ralf Pomberg, nahm teil.

„Bescheidene“ Lage in der Landwirtschaft

Als „bescheiden“ beschrieb Vorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh die Lage in der Landwirtschaft: „Niemand weiß, wie es weitergeht. Wir diskutieren viel, was jedoch fehlt, ist eine klare Kante.“ Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) wurde neben ihm und Geschäftsführer Dr. Matthias Quas durch Andreas Westermann und Paul Verenkotte sowie den Präsidenten der NRW-Landwirtschaftskammer, Karl Werring, vertreten.

Die Landwirtschaftsvertreter blicken vorerst skeptisch auf den Koalitionsvertrag: „Wir brauchen vereinfachte und auch nationale Regelungen, auf die man sich als Landwirt verlassen kann“, appelliert Quas. Etwas, dass Bernhard Daldrup von der neuen Bundesregierung erwartet: „Aus Sicht der Baupolitik wollen wir die Genehmigungsverfahren vereinfachen und die Konflikte im Gebiet Landwirt-Nachbarschaft-Kommune beheben.“ Im grünen Landwirtschaftsministerium sieht er eine Chance: „In Anbetracht der Klimakrise müssen wir die Schnittstellen und Verbindungslinien mit bedenken: Flächenversiegelung und regenerative Energien beispielsweise.“

Bereitschaft zu Veränderungen

Kammerpräsident Werring sieht neben der Politik auch den Markt in der Verantwortung. Schulze-Zumloh betont: „Wir sind bereit, veränderte Anforderungen hinsichtlich Klima und Tierschutz zu erfüllen. Da steht jedoch ein Preis dran.“

Watermann-Krass spricht sich für eine Gegensteuerung mit staatlicher Finanzierung aus: „Betriebe, die auf Kosten der Umwelt agieren, dürfen nicht belohnt werden“, gleichzeitig macht sie deutlich: „Wir müssen in die regionale Wertschöpfung zurückkommen, denn jeder Hof, der aufgegeben wird, ist einer zu viel.“

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