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Arbeitsmarkt

Deutlich mehr Arbeitslose im Kreis als noch im Mai

Kreis Warendorf

Im Kreis Münster wurden im Juni mehr Arbeitslose als im Vormonat gemeldet. Es gibt zwei Hauptgründe.

-pesa/pd-

arbeitslos Foto: dpa/Larissa Schwedes

Die Arbeitslosigkeit im Kreis ist im Juni gegenüber dem Vormonat angestiegen – trotz vieler freier Stellen.

Mit 7 069 Arbeitslosen waren es 436 mehr als noch vor einem Monat. Das entspricht einem Anstieg um 6,6 Prozent. Dementsprechend ist auch die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf nun 4,5 Prozent angewachsen.

Nach der Ausbildung nicht übernommen worden

Das liegt zum kleinen Teil an jenen Jugendlichen, die nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen worden sind, zu einem größeren Teil aber an einem Zuwachs arbeitsloser Ausländer.

Mit 2 474 Personen waren es im Juni mehr als noch im Mai dieses Jahres. „Dieser Anstieg ist zum größten Teil auf die geflüchteten Menschen aus der Ukraine zurückzuführen, die jetzt teilweise in der Arbeitslosenstatistik auftauchen“, erklärt Joachim Fahnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster.

Ukrainische Staatsbürger

Seit Juni dieses Jahres werden die Geflüchteten aufgrund einer Entscheidung der Bundesregierung in die Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV), überführt. Dort werden sie von den kommunalen Jobcentern betreut und bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt unterstützt.

Die Auswirkungen zeigen sich mit Blick auf die Zahlen sehr deutlich. Während im Mai nur 18 Menschen mit einer ukrainischen Staatsangehörigkeit arbeitslos gemeldet waren, ist die Zahl im Juni auf 179 Personen geklettert. „Das erklärt auch, warum die Arbeitslosigkeit im Bereich der Grundsicherung deutlich stärker angestiegen ist als im Bereich der Arbeitslosenversicherung“, so Fahnemann.

So stieg die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III) gegenüber Mai um 73 Personen auf 2 339. In der Grundsicherung erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 366 Personen auf 4 730.

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