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Beim Kreis bereitet man sich auf den Zensus 2022 vor

Die Rückkehr des großen Zählens

Kreis Warendorf

Der Zensus ist eine Volkszählung, bei der ermittelt wird, wie viele Menschen in einem Land, in einer Gemeinde leben, wie sie wohnen und arbeiten. Mit dem Zensus 2022 nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen - auch im Kreis Warendorf.

Von Peter Sauer

Markus Kocur ist bei der Kreisverwaltung Warendorf für die Durchführung der nächsten Volkszählung, Fachbegriff „Zensus 2022“, verantwortlich. Foto: Kreis Warendorf

Im kommenden Jahr findet mit dem Zensus 2022 eine bundesweite Volkszählung statt. Neben der Ermittlung der Einwohnerzahlen sollen durch die Zählung auch zentrale Strukturdaten gewonnen werden, die eine Aussage darüber erlauben, wie die Menschen in Deutschland leben, wohnen und arbeiten. Auch im Kreis Warendorf wird gezählt. WN-Mitarbeiter Peter Sauer unterhielt sich mit Markus Kocur, der bei der Kreisverwaltung Warendorf für die Durchführung des Zensus 2022 verantwortlich ist.

Wie bereitet sich derzeit der Kreis auf die Volkszählung 2022 vor? Was wird da konkret gemacht?

Markus Kocur: Aktuell wird die Erhebungsstelle beim Kreis eingerichtet, das heißt die von uns ausgewählten Räumlichkeiten werden für die anstehenden Tätigkeiten vorbereitet. Außerdem wurden ich als Leiter der Erhebungsstelle sowie mein Stellvertreter durch den Landesbetrieb IT.NRW fachlich für die Vorbereitungsarbeiten der Haupterhebung geschult.

Wie viel Personal benötigt der Kreis für den Zensus intern?

Markus Kocur: Für die Vorbereitungsarbeiten des Zensus 2022 sind aktuell zwei Personen teilweise eingesetzt. Diese sollen im weiteren Verlauf ausschließlich in der Erhebungsstelle eingesetzt und später durch zwei zusätzliche Vollzeitkräfte unterstützt werden.

Wie wird die Befragung vor Ort bei den Einwohnern im Kreis Warendorf erfolgen?

Markus Kocur: Die Durchführung wird durch Erhebungsbeauftragte erfolgen. Der Bedarf an Erhebungsbeauftragten richtet sich nach der Anzahl der durchzuführenden Befragungen. Wir gehen davon aus, dass ein Erhebungsbeauftragter etwa 120 bis 150 Personen befragen kann. Beim Zensus 2011 waren mehr als 350 Erhebungsbeauftragte im Einsatz. Stichtag für die wegen der Pandemie von 2021 auf 2022 verschobenen Volkszählung ist der 15. Mai 2022.

Zensus 2022: Fragen - Ausfüllen - Auswerten. Foto: dpa/Oliver Berg

Wie viel Geld erhält der Kreis für die materielle und personelle Ausstattung der Erhebungsstelle vom Land NRW?

Markus Kocur: Nach aktueller Modellrechnung soll der Kreis Warendorf - unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Fallzahlen - eine Gesamtzuwendung in Höhe von rund 815 000 Euro vom Land erhalten. Grundlage dafür ist eine Kostenregelung in Paragraf 8 des Zensusausführungsgesetz NRW 2022.

Es ist vorgegeben, dass die Erhebungsstelle organisatorisch, personell und räumlich von der restlichen Verwaltung des Kreises getrennt ist. Was ist räumlich geplant?

Markus Kocur: Basierend auf den Erfahrungen aus dem Zensus 2011 wird mit einem Bedarf von drei Räumen kalkuliert. Aktuell werden zwei Räume für die Durchführung des Zensus 2022 vorbereitet. Im weiteren Verlauf soll noch ein zusätzlicher Raum hinzukommen.

Wie viele Personen wurden bei der Volkszählung 2011 angeschrieben?

Markus Kocur: Damals wurden rund 35 000 Haushaltsstichproben durchgeführt. Das entsprach etwa elf Prozent

Mit welcher Zahl an Auskunftspflichtigen rechnen Sie jetzt?

Markus Kocur: Für 2022 gehen wir von einer ähnlichen Zahl aus. Die genauen Daten werden ab Anfang November durch den Landesbetrieb IT.NRW an die Erhebungsstelle übermittelt.

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