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Kalender von Gisela Schäper

32 Gärten im Wandel der Jahreszeiten

Drensteinfurt

Ein Jahr lang hat Gisela Schäper „ihren“ Gartenbesitzern regelmäßig Besuche abgestattet für das nächste besondere Motiv. Etwa 100 Stippvisiten in grünen, manchmal versteckt liegenden Kleinoden sind so zusammengekommen. Das Ergebnis ist ein neuer Kalender mit dem Titel „Die geheimen Gärten von Drensteinfurt“.

Der neue Kalender für 2023 von Fotokünstlerin Gisela Schäper ist erschienen. Darin sind Bilder aus 32 Drensteinfurter Gärten zu finden. Foto: Nicole Evering

Mit einem Zeitungsaufruf hatte die Fotokünstlerin sich Anfang 2021 an die Bürgerinnen und Bürger gewandt, um ihr neues Projekt vorzustellen und zum Mitmachen aufzurufen. „Das hat großen Anklang gefunden, es haben sich 32 Gartenbesitzer bei mir gemeldet“, blickt Schäper zurück. Dabei sei sie besonders beeindruckt von der Offenheit und Herzlichkeit der Menschen gewesen. „Alle sagten: Komm einfach, wann du willst. Unser Törchen steht dir immer offen. Das war total toll“, möchte die Drensteinfurterin sich für dieses Vertrauen nachträglich nochmals bedanken.

In allen Jahreszeiten sind dann Fotografien entstanden, die interessante Ansichten der sich im Wandel befindenden Gärten zeigen. „Besonders schön war es, dass wir zu Jahresbeginn einen richtigen Winter mit viel Schnee hatten“, sagt Schäper. Allerdings hätten einige Pflanzen danach Zeit gebraucht, um sich vom Frost zu erholen. „Schöne Frühlingsmotive zu finden, war deshalb etwas schwieriger.“ Der lange, harte Winter hat allerdings auch Schäpers Zeitplan durcheinandergewirbelt. Denn eigentlich hätte der Kalender schon zu 2022 erscheinen sollen, doch dann hätte sie kaum oder gar keine Herbstbilder gehabt. Also verschob sie die Veröffentlichung um ein Jahr. Die Fotos stammen aber alle aus 2021.

138 Fotos aus allen Ortsteilen

Nach dem Fotografieren folgten noch monatelange Sortier-, Layout- und Bildbearbeitungsarbeiten. Schlussendlich haben es 138 Fotos in den Kalender geschafft. Alle 32 Gartenbesitzer, die aus allen Ortsteilen Drensteinfurts kommen, sind darin vertreten.

Eigentlich sei der Kalender auch ein kleines historisches Dokument, findet Gisela Schäper. „Gärten werden sich angesichts des Klimawandels verändern müssen. So viele grüne Oasen mit Teichen wird es wohl bald nicht mehr geben.“ Es habe ein Umdenken eingesetzt, das sei ihr bei den zahlreichen Besuchen auch klar geworden. „Viele stellen bei der Gartengestaltung um auf Pflanzen, die nicht so viel Wasser brauchen.“ Bei ihrem Projekt hätten auch Gärtner und Gartenplaner mitgemacht, die dazu derzeit viele Anfragen bekämen.

Fotografin Gisela Schäper

Zum Abschluss habe es Anfang September dann noch ein großes Treffen mit allen Beteiligten bei einer der Gartenbesitzerinnen gegeben. „Das war ein richtig schöner Abend. Wir waren alle gleich beim Du und haben uns über den Kalender ausgetauscht und über Gärten philosophiert“, freut sich Schäper, selbst gelernte Floristin, über das gute Miteinander. Alle Besitzerinnen und Besitzer hat sie namentlich am Ende des Kalenders erwähnt. Zuordnen lassen sich die einzelnen Motive allerdings nicht. „Das Projekt heißt ja nicht umsonst ‚Die geheimen Gärten von Drensteinfurt‘“, sagt die Künstlerin und schmunzelt.

Aus Umweltschutzgründen hat Gisela Schäper auf eine Abdeckfolie und das Einschweißen der Kalender verzichtet. Diese sind im DIN-A-2-Format für 25 Euro in der Bücherecke Spartmann und im Schreibwarengeschäft Markt Nr. 1 erhältlich.

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