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Elektrische Reiniger an der Grundschule

8650 Euro für frische Luft

Rinkerode

Maskenpflicht und regelmäßiges Lüften bestimmen wieder den Alltag der Schüler. Wenn draußen allerdings Baulärm herrscht, gehen offene Fenster und Unterricht schlecht zusammen. Das hat auch die Stadt erkannt und für Rinkerode nun technisch aufgerüstet.

Von Dietmar Jeschke

Auf dem Vorplatz der Rinkeroder Grundschule laufen seit einigen Wochen Bauarbeiten. Die machen ordentlich Lärm. Bei geöffnetem Fenster ist Unterricht kaum möglich. Foto: Foto: Birte Moritz

Corona – und kein Ende in Sicht. Und nachdem die Politik recht lange herumgeeiert ist, überschlagen sich in den vergangenen Tagen die Meldungen über erneute Verschärfungen der Schutzmaßnahmen. Für die Schüler heißt dies unter anderem ab sofort wieder: Die Maske im Unterricht ist nicht mehr freiwillig, sondern Pflicht.

Und auch das turnusmäßige Stoßlüften der Klassenräume bleibt natürlich obligatorisch. Für die Rinkeroder Grundschüler wäre das in den kommenden Monaten aber gleich doppelt unangenehm. Denn angesichts der winterlichen Witterung ist es nicht nur frostig kalt. Draußen vor den Fenstern werden vielmehr für lange Zeit die Baumaschinen den Ton angegeben. Die Stadt hat daher reagiert und technisch aufgerüstet. Denn seit einigen Tagen versehen fünf leise laufende Luftreiniger ihren Dienst in den Klassenräumen. Stückpreis: 1730 Euro netto.

Luftfilter als einzige Möglichkeit

„Durch die Bauarbeiten auf dem Vorplatz und an der Kellersohle des historischen Altbaus entstehen Lärmemissionen. Wenn nun coronakonform während des Unterrichts gelüftet würde, wäre eine sinnvolle Weiterführung des Unterrichts aufgrund des Baulärms nicht möglich“, begründet die Stadt die Maßnahme auf Anfrage unserer Zeitung. „Da die betroffenen Klassen auch nicht auf andere Räume ausweichen können, haben wir keine andere Möglichkeit, als mit den Luftfiltern zu arbeiten.“

Dass dies so ist, sei auch dem geänderten „Baufahrplan“ zu verdanken, bei dem das Thema „Lärm“ eigentlich anders berücksichtigt worden war. Aber: „Nach den ersten Besprechungen mit allen am Bau Beteiligten musste der Bauablauf geändert werden, was die hohen Lärmemissionen zur Folge hat. Um den Baufortschritt nicht zu gefährden, mussten daher kurzfristig die besagten Luftfilter beschafft werden.“ Ob es für die insgesamt 8650 Euro möglicherweise eine Erstattung gibt, werde derzeit geprüft. Eine entsprechende Förderanfrage laufe.

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