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Aktion der Boule-Abteilung erneut ein voller Erfolg

Abschied mit Hupkonzert

Drensteinfurt

Die Bedingungen konnten nicht besser sein: Bei Sonnenschein und blauem Himmel empfing die Bouleabteilung am Samstag wieder rund 100 Bewohner der Alexianer-Einrichtung in Amelsbüren. Und wie gewohnt ging es für sie am Ende in Cabrios in Richtung Heimat.

Von Angelika Knöpker

Nach zunächst 37 Anmeldungen standen am Abend 54 Cabrios im Erlfeld bereit, um die Bewohner der Alexianer-Einrichtung wieder nach Hause zu bringen. Wohngruppenleiter Ralf Uttermann (rundes Bild, l.) war ebenso begeistert wie die übrigen rund 100 Besucher. Foto: Angelika Knöpker

Simon und seine Freundin Melanie umarmten Ralf Uttermann. Mit „Danke, danke, danke“ würdigten sie sein Engagement. Der Abteilungsleiter der „Alexianer“ in Amelsbüren weiß, was diese beiden Bewohner der Behinderten-Einrichtung am Samstag empfunden haben. Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause hatte die Bouleabteilung „Klack 09“ des SVD die Wohngruppen zum mittlerweile neunten Mal nach Drensteinfurt eingeladen – und rund 100 Gäste waren gekommen. „Mehr geht nicht, sonst stoßen wir an unsere Grenzen“, zog ein zufriedener Thomas Volkmar am Abend Bilanz.

Angereist in zwei Bussen zählten das Kaffeetrinken, das Boulespiel, die Auftritte des Spielmannszuges „Grün-Weiß“ und einer Cheerleadergruppe aus Hamm sowie ein gemeinsames Grillen zum Programm des Festes. Höhepunkt war jedoch wie gewohnt die Rückfahrt der „Alexianer“ mit Cabrios. „37 Fahrerinnen und Fahrer hatten sich gemeldet, am Ende sind es 54 geworden“, zog das Organisatoren-Team eine stolze Bilanz.

„Das Strahlen in den Augen der Bewohner ist das größte Geschenk“, sagte Karl-Heinz Stegt. Der Ahlener nahm zum ersten Mal mit seinem Audi-Cabrio teil und konnte auch seinen Schwager Günter Heumer aus Senden für die Teilnahme gewinnen. Zum fünften Mal war Jan Rak aus Drensteinfurt mit von der Partie. „Es macht mir immer wieder großen Spaß, die Bewohner so glücklich zu sehen“, sagte er.

Allein die Fahrzeuge zu betrachten, war eine Augenweide. Von „A“ wie Audi bis hin zum „Z“ von BMW waren viele namhafte Marken vertreten. „Ich habe mir schon die Fahrt im Porsche reserviert“, freute sich ein Bewohner der „Gruppe Josef“, bekannt als „die Wilden“, auf die Rückreise. Eine Charleston-Ente war ebenso Anziehungspunkt wie ein Mercedes SL 500.

Viele Fahrzeugführer sind seit Jahren dabei, um den Bewohnern einen erlebnisreichen Tag zu ermöglichen. Der Spielmannszug „Grün-Weiß“ aus Drensteinfurt sorgte derweil für musikalische Stimmung. Mit dabei war auch der zweieinhalb jährige Theo Hunsteger. Er begleitete Mutter Carola auf der Trommel, während Vater Thomas auf den drei Monate jungen Marten aufpasste.

Viel Freude machte den Gästen das Boulespielen. Für jeden Punkt sprangen sie vor Freude in die Luft. Die Belohnung übernahmen Thomas Volkmar und Ortsvorsteher Josef Waldmann. Mit den Worten „Ihr seid alle Sieger“ überreichten sie ihnen jeweils eine Goldmedaille am Band und eine Urkunde.

Beim anschließenden Grillen war die Disziplin bewundernswert. In der nicht enden wollenden, langen Schlange wartete jeder geduldig auf sein Essen.

Noch ein gemeinschaftliches Bild zur Erinnerung – und dann hieß es dann auch schon Abschied nehmen. Doch die Aussicht auf das Nach-Hause-Fahren im Konvoi in den exklusiven Autos ließ keine Wehmut aufkommen. Mit einem Hupkonzert verließen die Cabrios das Gelände, und alle freuen sich schon auf die Einladung im nächsten Jahr. „Versprochen“, versicherten Thomas Volkmar und sein 40-köpfiges Helfer-Team „Wenn nicht wieder Corona dazwischen funkt“. Aber daran wollte am Samstag niemand denken.

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