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Seniorenbeauftragter und Fitnessgeräte

Ältere stärker in den Blick nehmen

Drensteinfurt

Für die älteren Mitmenschen soll in Drensteinfurt mehr getan werden. In Zukunft wird ein Seniorenbeauftragter in der Stadtverwaltung erster Ansprechpartner für alle Belange sein. Und in den Ortsteilen sollen seniorengerechte Fitnessgeräte aufgestellt werden. Das hat der Sozialausschuss entschieden.

Nicole Evering

In allen Ortsteilen sollen seniorengerechte Fitnessgeräte aufgestellt werden. Am Kulturbahnhof gibt es sie schon. Dort würden sie allerdings in erster Linie von Kindern und Jugendlichen genutzt, erläuterte Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck. Foto: Nicole Evering

Dass ältere Menschen einen immer größeren Anteil an der Bevölkerung ausmachen, ist kein Geheimnis. Dementsprechend müssen ihre Bedürfnisse auch besondere Berücksichtigung finden. Dieses Ziel verfolgten die CDU und der Sozialverband VDK mit ihren Anträgen, einen Seniorenbeirat einzurichten oder zumindest einen Seniorenbeauftragten zu benennen. Die Grünen forderten darüber hinaus eine zusätzliche Stelle am Kulturbahnhof im Bereich Sozialarbeit, um städtische Angebote auch generationenübergreifend ausweiten zu können.

Grünes Licht für einen Ansprechpartner mit regelmäßigen Sprechzeiten innerhalb der Verwaltung hat der Ausschuss für Familie, Jugend, Senioren und Soziales gegeben. Ein Beirat wurde mehrheitlich abgelehnt.

„Die Belange und Problemlagen älterer, sozial benachteiligter oder auch behinderter, körperlich eingeschränkter Menschen werden wir künftig aufgrund der demografischen Veränderungen noch stärker in allen Überlegungen und Maßnahmen der Stadt Drensteinfurt berücksichtigen müssen“, nahm die Verwaltung in der Beschlussvorlage Stellung zu den Anträgen. In Zusammenhang mit den aktuellen „Smart-City“-Entwicklungen sowie der Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes 2030 müssten diese Bestrebungen ausdrücklich vertieft werden, heißt es.

Klares Bild von Aufgaben machen

Dabei sei allerdings die Reihenfolge entscheidend, betonte Bürgermeister Carsten Grawunder. Zunächst sollte man schauen, welche Aufgaben es in diesem Bereich überhaupt gebe, bevor vielleicht eine zusätzliche Stelle im Stellenplan ausgewiesen werde. Ein klareres Bild, so der Bürgermeister, dürfte sich im Laufe des Jahres entwickeln, wenn Drensteinfurt zum Beispiel seine Ideen zum Projekt „Smart City“ weiter vertiefe.

Zunächst einen festen Ansprechpartner für Senioren in der Verwaltung zu verorten, stieß bei allen Fraktionen auf Zustimmung. „So bekommen wir gebündelt an einer Stelle einen Überblick, wo der Schuh drückt und welche Bedarfe es gibt. Dann können wir auch besser reagieren“, erklärte Werner Schmidt (CDU).

Ein Projekt in diesem Bereich hat der Ausschuss gleich noch mit auf den Weg gebracht. Einstimmig wurde entschieden, in allen Ortsteilen Fitnessgeräte für Senioren aufzustellen. Wo genau und welche Geräte dies sein könnten, das soll in Abstimmung mit den älteren Bürgerinnen und Bürgern entschieden werden.

Werner Schmidt (CDU)

Grundsätzlich liege es im Trend, in der Öffentlichkeit Sport zu treiben, berichtete Rüdiger Pieck vom Kulturbahnhof-Team. Entscheidend sei aber der Standort, um eine hohe Akzeptanz in der Zielgruppe zu erreichen. Niemand stehe gerne auf dem Präsentierteller, zugleich müssten „Angsträume“ vermieden werden. Das schließt Geräte sowohl an stark frequentierten Wegen und Plätzen als auch an schlecht einsehbaren Orten aus. Für die Ortsteile Rinkerode und Walstedde böten sich die Bereiche der Sportzentren dafür an. In Drensteinfurt will die Stadt das Gespräch mit dem Malteserstift St. Marien suchen. In dessen Garten gebe es bereits ein öffentlich zugängliches Großschachfeld sowie Kinderspielgeräte. „Der innenstadtnahe, aber geschützte Standort bietet den Vorteil, dass er von Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung mitgenutzt werden kann. Mit Blick auf diese Zielgruppe sollten Geräte ausgewählt werden, die Mobilität und Sturzprävention trainieren. Auch Geräte, die (im Rollstuhl) sitzend genutzt werden können, würden sich an diesem Ort besonders eignen.“

„Park der Generationen“

Viele Drensteinfurterinnen und Drensteinfurter träumen seit Jahren davon, das brachliegende Areal nördlich des Bolzplatzes am Heimstättenweg zu einem „Park der Generationen“ weiterzuentwickeln. „Dort könnte ein Fitnessparcours für die ältere Generation ebenso Platz finden wie eine öffentliche Boule-Anlage oder ein Calisthenics-Park für jüngere Menschen“, schreibt die Stadtverwaltung. Zurzeit ist dieses Projekt noch Zukunftsmusik. Aus dem Beschluss zur Aufstellung von seniorengerechten Fitnessgeräten wurde der Unterpunkt, die Planungen für einen solchen Bürgerpark zu konkretisieren, vorerst herausgenommen. Die CDU betonte allerdings, dass man sich in einer der nächsten Sitzungen nochmals eingehender mit dem Thema befassen wolle.

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