Mitgliederversammlung der SPD

Andreas Hoppe löst Ingo Stude ab

Drensteinfurt

Mit einem neuen Vorsitzenden und einer verjüngten Mannschaft zieht die SPD in den Kommunalwahlkampf. Nach sieben Jahren an der Spitze wollte sich Ingo Stude aus persönlichen Gründen nicht erneut für dieses Amt zur Verfügung stellen. Zu seinem Nachfolger wurde Andreas Hoppe gewählt.

Nicole Evering

Alter und neuer Vorstand nehmen ihren Bürgermeisterkandidaten in die Mitte (v.l.): Florian Weiß, Martin Niesmann, Silke Heitbaum, Carsten Grawunder, Rebecca Rückert, Jutta Schweda, Christiane Havers, Martin Havers und Ingo Stude. Foto: Nicole Evering

Mit einem neuen Vorsitzenden und einer verjüngten Mannschaft zieht die SPD in den Kommunalwahlkampf. Nach sieben Jahren an der Spitze wollte sich Ingo Stude aus persönlichen Gründen nicht erneut für dieses Amt zur Verfügung stellen. Der Politik will er aber erhalten bleiben: Er kandidiert für ein Ratsmandat und will sich auch wieder zum Fraktionsvorsitzenden wählen lassen.

Zum neuen Vorsitzenden wählten die 20 Mitglieder bei der Versammlung, die am Donnerstag in der Teamschule stattfand, Andreas Hoppe – der aktuell im lange geplanten Urlaub weilt und die Glückwünsche seiner Parteikollegen nicht persönlich entgegennehmen konnte. Zu seinem Stellvertreter wurde der 23-jährige Florian Weiß bestimmt, denn auch Martin Havers hatte sein Amt zur Verfügung gestellt. Als Kassiererin wurde Christiane Havers bestätigt, Beisitzer bleiben Rebecca Rückert, Silke Heitbaum und Jutta Schweda. Außerdem wurden bei dem Wahlmarathon die Delegierten für den Kreisparteitag, die 16 Direktkandidaten für die Kommunalwahl sowie die Plätze auf der Reserveliste festgelegt – all das ohne eine Gegenstimme.

Auf der Liste nimmt das Ehepaar Havers hintere Plätze ein. Noch zu Beginn des Jahres hatte Christiane Havers, die auch stellvertretende Bürgermeisterin ist, angekündigt, nicht erneut für den Stadtrat kandidieren zu wollen (unsere Zeitung berichtete). Der Entschluss gelte auch für ihren Mann, hatte sie Anfang März erklärt. Nun haben sich beide jedoch entschlossen, ihre langjährige Erfahrung zumindest in den Wahlkampf einzubringen – aber nicht mehr in vorderster Reihe tätig zu sein.

Kandidat und Ziele

Auch Bürgermeister Carsten Grawunder war eingeladen, schließlich hatte die SPD den parteilosen Kandidaten – damals noch gemeinsam mit den Grünen – ins Amt befördert und will ihm auch im bevorstehenden Wahlkampf mit Herausforderin Heidi Pechmann den Rücken stärken. „Dass die CDU in diesem Jahr keinen eigenen Kandidaten aufstellt, ist auch ein Kompliment an den amtierenden Bürgermeister“, meinte Stude, der zudem folgende Wahlziele formulierte: die Sozialdemokratie ausbauen und die Mehrheit der CDU weiter abschmelzen. Themen im Wahlkampf – wie dieser in Corona-Zeiten genau aussehen soll, muss noch im Detail erarbeitet werden – sollen unter anderem der Ausbau des ÖPNV, mehr Vorrang für Radfahrer, bezahlbarer Wohnraum, die Entwicklung des Bahnhofsumfeldes jenseits der Bahnlinie, die Renaturierung der Werse und die Digitalisierung der Schulen sein.

Der SPD gehören aktuell 73 Mitglieder an. Drei von ihnen wurden am Donnerstag für ihre langjährige Treue geehrt: Volkmar Tröster für 60, Klaus Kösters für 40 und Markus Wenning für 25 Jahre. Auf eine persönliche Übergabe der Urkunden wurde Corona-bedingt allerdings verzichtet.

Direktkandidaten und Reserveliste

Mit diesen Direktkandidaten werden die 16 Wahlbezirke besetzt: Dr. Elmar Stracke, Dirk Zache, Ingo Stude, Florian Weiß, Simone Stude, Brigitte Heitbaum, Martin Niesmann, Klaus Kösters und Silke Heitbaum (Bezirke 1 bis 9 in Drensteinfurt); Andreas Hoppe, Rainer Hoffstedde und Christiane Havers (Bezirke 10 bis 12 in Walstedde); Manfred Blanke, Rebecca Rückert, Marian Rückert und Martin Havers (Bezirke 13 bis 16 in Rinkerode). Die 16 Plätze auf der Reserveliste besetzen: Ingo Stude, Simone Stude, Martin Niesmann, Silke Heitbaum, Dirk Zache, Rainer Hoffstedde, Florian Weiß, Klaus Kösters, Andreas Hoppe, Dr. Elmar Stracke, Manfred Blanke, Christiane Havers, Martin Havers, Rebecca Rückert, Marian Rückert und Brigitte Heitbaum.

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