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110. Trabrenntag im Erlfeld für dieses Jahr abgesagt

Auch die Pferde laufen nicht

Drensteinfurt

Keine Schützen- und keine Stadtfeste – und auch kein Trabrenntag. Die nächste traditionelle Großveranstaltung fällt der Corona-Krise zum Opfer. „Wir sehen derzeit keine Möglichkeit, die Veranstaltung stattfinden zu lassen“, erklärt Klaus Storck, Vorsitzender des Rennvereins, auf Anfrage unserer Zeitung.

Nicole Evering

Volles Haus im Erlfeld: Das wünschen sich die Veranstalter vom Rennverein wieder fürs nächste Jahr. Denn 2020 wird es keinen Trabrenntag geben. Foto: Simon Beckmann

Keine Schützen- und keine Stadtfeste – und auch kein Trabrenntag. Die nächste traditionelle Großveranstaltung fällt der Corona-Krise zum Opfer. „Wir sehen derzeit keine Möglichkeit, die Veranstaltung stattfinden zu lassen“, erklärt Klaus Storck, Vorsitzender des Rennvereins, auf Anfrage unserer Zeitung.

Der 110. Renntag hätte eigentlich am 16. August über die Grasbahn im Erlfeld gehen sollen. Doch da alle größeren Veranstaltungen bis Ende August untersagt sind, „müssen auch wir uns den behördlichen Verfügungen beugen“, so Storck. Zwar sei in Absprache mit den anderen Veranstaltern in der Region zunächst geprüft worden, den Renntag nicht gänzlich aus dem Jahresprogramm zu streichen, sondern ihn stattdessen auf Mitte September zu verschieben. „Aber das haben wir dann doch verworfen“, sagt Storck. Schließlich sei zum einen noch gar nicht klar, ob solche Events im Herbst bereits wieder möglich seien. Jegliche Planung sei also mit Unsicherheit verbunden. Zum anderen stelle sich die Frage, ob die Zuschauer, falls die Reglementierung zu Großveranstaltungen tatsächlich wieder aufgehoben würde, so kurz danach überhaupt schon wieder in Scharen kämen, um das Event rentabel zu machen. Den Entschluss, den Renntag dann lieber gleich ganz abzusagen, hat der Vorstand am Freitag getroffen.

Bislang war die Traditionsveranstaltung, zu der stets Tausende Besucher sowie Dutzende Fahrer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland kommen, nur während der Kriegsjahre ausgefallen. 2020 stellt in dieser Hinsicht für viele Vereine ein Novum dar. Ob der Rennbetrieb auf den anderen Bahnen in der Region wie beispielsweise in Gelsenkirchen oder Dinslaken dann eben ohne Publikum wieder aufgenommen werde, sei noch nicht abschließend geklärt, berichtet Klaus Storck. Dort speise sich ein Großteil der Umsätze aus dem Online-Wettgeschehen, das auch in Drensteinfurt in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Aber der Trabrenntag im Erlfeld ist dazu immer auch ein großes Familienfest gewesen. „Vor leeren Rängen wollen wir keine Rennen austragen“, betont der Vorsitzende des Rennvereins – der den 110. Trabrenntag dann hoffentlich 2021 wieder vor gewohnt vollem Haus veranstalten kann.

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