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Spielstadt „Minilon“ gestartet

Auf harte Arbeit folgt ganz viel Vergnügen

Drensteinfurt

Für mehr als 300 Kinder steht in dieser Woche eins der Highlights im Ferienprogramm an. In der KvG-Grundschule ist die Spielstadt „Minilon“ gestartet. Dort arbeiten die Kinder, um ihre hart verdienten „Lonis“ später für Schönes auf den Kopf zu hauen – wie im echten Leben also.

Von Nicole Evering

Gespannt warten die Kinder am Montagmorgen darauf, ins „Arbeitsleben“ der Spielstadt einzutauchen. Foto: Nicole Evering

Mehr als 300 Augenpaare blicken am Montagmorgen gespannt in Richtung der beiden „Bürgermeister“, die sich vor der großen Menschenmenge auf dem KvG-Schulhof postiert haben. Denn wie es sich für ein Stadtoberhaupt gehört, sollen die Neubürger der Kinderstadt „Minilon“ gebührend von ihm begrüßt werden. Das übernimmt in diesem Jahr aber nicht, wie bislang immer, Jugendpfleger Rüdiger Pieck alleine. Mit Kollegin Anja Buthe hat er sich versierte Unterstützung geholt. Wer im Kulturbahnhof-Team sonst Seite an Seite arbeitet, dem dürfte dies auch an der Spitze der Spielstadt gut gelingen.

Nach zwei coronabedingt ausgefallenen beziehungsweise abgespeckten Veranstaltungen 2020 und 2021 geht eins der Highlights im städtischen Ferienprogramm nun wieder wie gewohnt über die Bühne. Sprich: mit mehr als 300 Kindern, fast 80 „Teamern“ – und 20 Berufen, in denen die jungen Bürger der Spielstadt sich eine Woche lang ausprobieren können. Unter anderem gibt es ein Arbeitsamt, eine Bank, eine Gärtnerei, eine Zeitungsredaktion, einen Schönheitssalon und eine Eisdiele, in der die „Lonis“ sowohl verdient als auch wieder ausgegeben werden können. Ganz wie im richtigen Leben. Und auch die Profi-Fußballer, darauf legt Bürgermeister Pieck großen Wert, kicken sich nicht bloß locker den Ball zu. „Da wird richtig trainiert. Auch das soll harte Arbeit sein, so wie in den anderen Berufen.“

Seit 13 Jahren bewährtes Konzept

Der Stadtjugendpfleger ist einfach froh, dass Minilon wieder stattfinden kann. Große Neuerungen gibt es nicht. Zum einen, weil das Konzept seit 13 Jahren bewährt und bei den Ferienkids beliebt ist. Zum anderen, weil sich nach den Corona-Jahren alles erst wieder einspielen muss – gerade bei den „Teamern“. Der nahtlose Übergang vom Teilnehmer zum jugendlichen Helfer hat wie vieles andere auch unter der Pandemie gelitten. In diesem Jahr sind einige zum ersten Mal dabei. Da dient gerade der erste Tag dazu, sich erst einmal in die neue Rolle einzufinden.

Das gilt ebenso für die verschiedenen Berufe. Im TV-Studio überlegen die „Mitarbeiter“, worüber sie in dieser Woche einen Film drehen möchten. Der wird dann am Freitag im Kino der Spielstadt gezeigt. Dort ist man derweil mit dem Basteln der Eintrittskarten beschäftigt. Nebenan in der Eisdiele werden Zutaten vorbereitet und Schilder gemalt, während das Team des Freizeitparks den Aufbau von Strandbar und Bubble-Soccer-Fläche angeht. Und in der Bank werden die „Lonis“ gedruckt – schließlich bekommen die Mädchen und Jungen für ihre geleistete Arbeit auch ein Gehalt, das sie dann etwa im Casino oder im Restaurant wieder auf den sprichwörtlichen Kopf hauen können.

Stadtfest am Freitag

Erwachsene haben übrigens nur in Begleitung eines der Stadtführer-Duos Zutritt zur Spielstadt. Wer also sehen will, was der Nachwuchs in dieser Woche so treibt, der muss sich zunächst im „Elterngarten“ für einen Termin anmelden. Oder zum großen Stadtfest kommen, das am Freitag (8. Juli) ab 14.30 Uhr gefeiert wird.

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