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Ingré-Kurztrip der Fitnessgruppe

Austausch nicht nur auf sportlicher Ebene

Drensteinfurt

Eine kleine Delegation aus Drensteinfurt hat ein aktives Wochenende in der französischen Partnerstadt Ingré verbracht. Was die Arbeitsgruppe „Sport“ im August beim Besuch in Deutschland besprochen hatte, wurde jetzt, keine zwei Monate später, in die Tat umgesetzt.

Die Sporteinheit am Samstagnachmittag absolvierten die deutschen und französischen Freunde gemeinsam. Foto: privat

Sport, Kultur und herzliche Gastfreundschaft: Marion Fabian und Tabea Sandkühler vom Verein „StädteRfreundschaft“ berichten von ihren inspirierenden Erlebnissen.

Mit sieben Erwachsenen und zwei Kindern in drei Autos hatte man sich am Freitag von unterschiedlichen Startpunkten aus auf den Weg nach Frankreich gemacht. Staus sorgten für Verzögerungen, sodass Teile der Gruppe erst am späten Abend eintrafen. Nach dem Frühstück in den Gastfamilien am Samstag hatten sich Bürgermeister Christian Dumas und Frank Vignaud, Ratsmitglied für Internationale Beziehungen, Zeit genommen, um die Gäste zu begrüßen und sich über das geplante Wochenende zu informieren.

Am Vormittag stand ein Besuch von Orléans mit seinen verschiedenen Sehenswürdigkeiten an. Wieder zurück in Ingré, gab es einen Mittagsimbiss mit etlichen Mitgliedern des Jumelage-Vereins. „Es versteht sich von selbst, dass es unglaublich viel Gesprächsstoff gab. Es war auch eine hervorragende Gelegenheit, mit denjenigen, die man noch nicht kannte, ins Gespräch zu kommen“, berichtet Marion Fabian.

Zumba, Step-Aerobic und Bodyforming

Am Nachmittag folgte dann der eigentliche Anlass des Aufenthalts. Die Drensteinfurter machten sich auf den Weg zur Turnhalle, um gemeinsam mit sportinteressierten Einwohnern Ingrés verschiedene Fitnesseinheiten zu absolvieren. Neben Zumba, Step-Aerobic und Bodyforming wurde auch ein Stock-/Trommeltraining angeboten, das den Deutschen bisher noch unbekannt gewesen sei, teilt Tabea Sandkühler mit. „Das können wir uns für Drensteinfurt auch vorstellen“, sei die positive Resonanz darauf gewesen. „Drei verschiedene Trainerinnen und Trainer haben an diesem Nachmittag einen Einblick in die Aktivitäten des Fitnessclubs Ingré gegeben“, ergänzt Marion Fabian. Ihr Fazit: ein sehr kurzweiliger Nachmittag.

Eine Anekdote am Rande: Als der Nachwuchs von Tabea Sandkühler plötzlich wach geworden sei, habe sie einfach weitergemacht, mit einer Art Mutter-Kind-Turnen – „was auf französischer Seite zuschauende Mütter dazu animierte, einfach in ihren Straßenklamotten mit ihren Kindern auf dem Arm mitzumachen“.

Marion Fabian, Verein StädteRfreundschaft

Letzter Punkt des Abends war ein gemeinsames Essen, zu dem jede Familie etwas beigesteuert hatte. „Vor allem die große Auswahl an Tartes und der Auberginendip werden in Erinnerung bleiben“, berichtet Tabea Sandkühler. Insgeheim sei man froh gewesen, an diesem Tag eine lange Sporteinheit eingelegt zu haben. „So konnte man sich auch etwas mehr vom leckeren Essen gönnen.“ „Dies war wieder eine lockere, gesellige Runde, die sich in Sachen Kontaktpflege als sehr dienlich erwiesen hat“, findet auch Marion Fabian.

Stick-Fitness haben die Besucher als Anregung mit nach Drensteinfurt gebracht. Foto: privat

Am Sonntagmorgen standen wahlweise Radfahren oder Walken auf dem Programm. Und es wurden noch zwei Stopps eingelegt, denn sowohl die Modelleisenbahner als auch der örtliche Fotoclub hatten an diesem Wochenende zu Ausstellungen eingeladen. „Für mich persönlich bot sich dort noch einmal die Möglichkeit, verschiedene Clubpräsidenten, Elternpflegschaftsvorsitzende und sehr engagierte Mitglieder von Ingré en Retraite kennenzulernen und ihnen von den Projektideen, die im August entwickelt worden sind, zu berichten und zu hören, was sich aus ihrer Sicht daraus mehr oder weniger zeitnah umsetzen lassen könnte“, so Marion Fabian.

Beeindruckt von der Herzlichkeit

Tabea Sandkühler ist insbesondere von der Herzlichkeit der Menschen beeindruckt. „Es ist schön, Menschen im Ausland zu kennen, die genauso an einem kulturellen Austausch und Zusammenfinden interessiert sind wie man selbst. Absolut empfehlenswert, in jeglicher Hinsicht.“

Trotz der knappen Vorbereitungszeit sei das Wochenende ein voller Erfolg gewesen, sagt Marion Fabian. „Wir sind so herzlich aufgenommen worden und durften die Gastfreundschaft unserer französischen Freundinnen und Freunde genießen. Und der Strauß an neuen Kontakten und Anfragen . . . Einfach prima!“. Nun gehe es an die Nachbereitung, um auf möglichst vielen Ebenen kleine und größere Austausche entstehen zu lassen.

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