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Schockanrufer erbeutet um ein Haar 42 000 Euro

Bankbeschäftigter vereitelt Betrug

Drensteinfurt

Der raschen Reaktion eines Sparkassenangestellten ist es zu verdanken, dass ein Drensteinfurter nicht um 42 000 Euro ärmer ist. Ein Schockanrufer hatte das Geld nach einem vermeintlichen „Unfall“ gefordert.

-dje-

Fast wäre ein Drensteinfurter auf einen Schockanrufer hereingefallen, der zwecks „unkomplizierter Schadensabwicklung“ 42 000 Euro gefordert hatte. Foto: dpa

Die Masche ist eigentlich hinreichend bekannt, schließlich wird seit Jahren vor ihr gewarnt. Dennoch gehen immer wieder vor allem ältere Menschen betrügerischen Schockanrufern auf den berühmten Leim. So geschehen in dieser Woche, als im Hause eines Drensteinfurters das Telefon klingelte.

„Der Anrufer sagte, dass meine in Münster lebende Tochter einen schweren Unfall verursacht habe und gemeinsam mit ihrem Mann schwerstverletzt im Krankenhaus liegt“, so das Betrugsopfer. Er selbst, so der Anrufer weiter, rufe im Namen seiner Angehörigen an, die bei dem von ihnen unverschuldeten Unfall ebenfalls schwerste Verletzungen davon getragen hätten. Um die Sache dennoch möglichst „unkompliziert“ aus der Welt zu schaffen, sollte der Vater der Verursacherin einfach eine „kleine Summe“ bezahlen – und zwar in Höhe von 42 000 Euro.

Als der Drensteinfurter daraufhin in seiner Bank vorstellig wurde, wurde der dortige Kundenberater direkt misstrauisch und bat den Drensteinfurter kurzerhand zum vertraulichen Gespräch. Als dieser ihm die Geschichte erzählt hatte, griff der Bankmitarbeiter zum Telefon, um den vermeintlichen Verwandten der „Unfallopfer“ zu kontaktieren. „Der hat dann direkt aufgelegt“, schildert der Drensteinfurter, der schließlich erkannt hatte, dass es sich bei der ganzen Geschichte um puren Schwindel handelte.

„Leider registrieren wir wie andere Banken und Sparkassen eine Zunahme solcher Schockanrufe. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen wir intensiv, diese Situationen frühzeitig zu erkennen und sind froh, dass ein aufmerksamer Kollege in diesem Fall den Kunden vor einem Schaden bewahren konnte“, so Sparkassen-Niederlassungsleiter Ralf Beckamp.

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