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„Tour der Abenteuer“ in Ostwestfalen-Lippe

Bei Nacht zu den Externsteinen

Drensteinfurt

Zu einer „Tour der Abenteuer“ durch Ostwestfalen-Lippe sind vergangene Woche 13 Ferienkids und vier „Teamer“ aufgebrochen. Highlights entlang des Wanderweges waren das Hermannsdenkmal, der Eggeturm und die Externsteine – die sogar in der Nacht angesteuert wurden.

-ne/pm-

Auf ihrer „Tour der Abenteuer“ haben die 13 Kids und vier „Teamer“ jede Menge gesehen und erlebt. Foto: Rüdiger Pieck

Das erste Abenteuer musste schon bestanden werden, da war die Gruppe gerade erst aufgebrochen zu ihrer Zweitagesfahrt. Denn am Bahnhof in Bielefeld hatten die „Teamer“ Luca Schönfeld, Nele Surmann und Ninette Gödde noch einem Rollstuhlfahrer aus dem Zug geholfen – und dadurch den Anschlusszug verpasst. Gut, dass wenigstens Rüdiger Pieck es noch rechtzeitig zu den insgesamt 13 Kindern ins Abteil geschafft hatte. „Wir haben die Wartezeit in Detmold für eine Stadtbesichtigung und ein paar Einkäufe genutzt“, berichtet der Stadtjugendpfleger von der „Tour der Abenteuer“.

Dieses erlebnispädagogische Angebot hatte Ferienkids und „Teamer“ Ende der vergangenen Woche nach Ostwestfalen-Lippe geführt. Von Detmold aus ging es vorbei am Hermannsdenkmal, an der Adlerwarte Berlebeck und den Externsteinen in die Jugendherberge in Horn-Bad Meinberg. Am Freitag führte die Tour durch das Tal des Silberbachs über die Preußische Velmerstot mit dem Eggeturm und die Lippische Velmerstot mit ihren Sandsteinklippen zum Ziel, dem Leopoldstal. Zu Fuß mussten täglich bei heiterem Wetter knapp 20 Kilometer zurückgelegt werden. Gen Heimat ging es dann wieder mit dem Zug.

Sechs Mädchen und sieben Jungen

„Die Stimmung war durchweg gut. Im Laufe der beiden Tage haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gut zusammengefunden und eine Gemeinschaft gebildet“, teilt Pieck mit. Dabei waren sechs Mädchen und sieben Jungen im Alter von elf und zwölf Jahren aus Drensteinfurt, Rinkerode, Walstedde und Hamm. Eigentlich seien sogar noch mehr Kinder angemeldet gewesen, hätten sich aufgrund von Krankheit oder spontanem Familienurlaub aber kurzfristig wieder abgemeldet, so Pieck.

Viele tolle Ausblicke waren Teil der Tour. Foto: Rüdiger Pieck

Die Highlights der Fahrt seien die Besteigung des Hermannsdenkmals, der Externsteine und des Eggeturms gewesen, außerdem das Trinken direkt aus der Silberquelle und das Klettern auf der Velmerstot. Und für viele das vielleicht größte Abenteuer: die Nachtwanderung über den „Abenteuerweg“ zu den Externsteinen. „Dort haben wir lange verweilt und die Mystik des Ortes genossen. Auf dem Rückweg ohne Taschenlampe durch den schon recht dunklen Wald sind alle doch ziemlich eng zusammengerückt. Vor allem, als die Eulen laut ihre Rufe erschallen ließen“, berichtet der Jugendpfleger. Die Glühwürmchen seien da schon weniger gruselig gewesen.

Jugendpfleger Rüdiger Pieck

Den Abend verbrachte die Gruppe mit Gesellschaftsspielen wie den „Werwölfen von Düsterwald“. Die Nacht sei dann nicht nur wegen der Wanderung recht kurz gewesen. „Die Jungs haben die Nachtruhe am Freitagmorgen schon um sechs Uhr für beendet erklärt und in ihrem Zimmer eine lebhafte Kissenschlacht gestartet.“

Erledigt aber zufrieden trat die Gruppe den Heimweg per Zug an. Foto: Rüdiger Pieck

Die „Tour der Abenteuer“ sei eine abgespeckte Version des traditionsreichen Hajks gewesen, der in früheren Jahren regelmäßig Bestandteil des Ferienprogramms war. Dabei sei sogar im Wald übernachtet worden. Die „Tour der Abenteuer“ solle, solange Kinder Interesse haben, auch zukünftig in den Sommerferien angeboten werden, heißt es in Piecks Bericht abschließend.

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