Stadt und Polizei verstärken ihre Kontrollen

Chaoten sorgen erneut für Ärger

Drensteinfurt

Trotz verstärkter Kontrollen von Polizei und Stadt kam es am Wochenende erneut zu Fällen von Vandalismus. Bislang unbekannte Täter waren auf das Dach der Teamschule geklettert, um von dort Dachpfannen zu zerdeppern. Die Stadt geht davon aus, dass die Gruppe für mehrere ähnliche Vorfälle verantwortlich ist.

Mitarbeiter von Polizei, Ordnungsamt und Jugendamt waren am Wochenende verstärkt in der Stadt unterwegs. Besonderen Ärger gibt es offensichtlich mit einer konkreten Gruppe Jugendlicher, die sich seit Längerem ein „Hase-und-Igel-Spiel“ mit den Ordnungsbehörden liefert. Foto: Stadt

Zur Kontrolle der Corona-Schutzmaßnahmen, der Jugendschutz-Regeln und nicht zuletzt zur Vorbeugung von erneutem Vandalismus war das Ordnungsamt gemeinsam mit der Polizei sowie mit Mitarbeitern des Jugendamtes und der aufsuchenden Jugendarbeit am Wochenende in allen drei Ortsteilen unterwegs.

„Erfreulicherweise konnten am ersten Mai-Wochenende keine nennenswerten Corona- oder Jugendschutzverstöße festgestellt werden“, lautete die Bilanz der Verwaltung. Das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien sowie die aufsuchende Jugendarbeit waren in der Nacht zum 1. Mai und am Wochenende unterwegs, um junge Menschen aktiv anzusprechen. Drei Mitarbeiter des Jugendamtes schauten dabei insbesondere auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes.

Ergebnis: Verstöße wurden in der Nacht zum 1. Mai nicht festgestellt. „Die große Mehrzahl der jungen Menschen zeigt sich verantwortungsbewusst und hält sich an die Regeln des Jugendschutzgesetzes“, teilt die Verwaltung mit.

Anders sah es dagegen in Sachen Vandalismus aus. Nachdem die Feuerwehr am vorletzten Wochenende ein Feuer im Schlosspark, einen brennenden Altkleider-Container sowie einen brennenden Einkaufswagen mit Zeitungspapier im Fußgängertunnel am Bahnhof hatte löschen müssen und zudem das Fahrzeug eines städtischen Mitarbeiters beschädigt worden war, wüteten bislang Unbekannte am vergangenen Wochenende auf dem Dach der Teamschule. Dort rissen sie 30 Dachpfannen aus ihren Verankerungen und warfen sie aufs Schulgelände. Ordnungsamtsleiter Martin Brinkötter schließt nicht aus, dass der Vandalismus von einer Gruppe Jugendlicher ausgeht, die mit dem Ordnungsamtsteam schon seit Längerem „Hase und Igel“ spielt.

„Fast provokativ missachtet diese Gruppe die Corona-Ausgangssperre, versammelt sie sich immer wieder in nicht erlaubter Gruppengröße im öffentlichen Raum und flüchtet, wenn das Ordnungsamtsteam auftaucht“, teilt die Stadtverwaltung mit. „Ich habe großes Verständnis dafür, dass gerade Jugendliche sich jetzt zum Frühling hin wieder draußen treffen wollen. Aber es gibt nun mal diese Regeln, und es ist unsere Aufgabe, die Einhaltung zu überwachen“, schildert Martin Brinkötter, der für die mutwilligen Zerstörungen keinerlei Verständnis hat. „Wir werden nach wie vor gemeinsam mit der Polizei auf der Straße sein und Vandalismus sofort zur Anzeige bringen“, kündigt Brinkötter an. „Und die uneinsichtigen oder gar provokanten Corona-Verstöße werden wir mit empfindlichen Bußgeldern ahnden.“

Auch an den kommenden Wochenenden sollen gezielt Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden. „Das Ziel: Vertrauen schaffen, im Gespräch sein und bei Bedarf Hilfeangebote aufzeigen, wenn junge Menschen – auch in der gegenwärtigen Pandemiesituation – in Krisen geraten“, heißt es abschließend.

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