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Kein Weihnachtssingen in St. Regina

Chor „conTAKT“ hofft aufs Frühjahr

Drensteinfurt

Das zweite Jahr in Folge muss das Weihnachtssingen des Chores „conTAKT“ schon ausfallen. Auf die nunmehr 20. Auflage seit Gründung des Chores 1998 müssen sowohl die Sängerinnen und Sänger als auch die Zuhörerinnen und Zuhörer weiter warten. Derzeit findet auch kein Probenbetrieb statt.

Von Nicole Evering

Im Januar 2020 fand das letzte Weihnachtssingen des Chores um Leiterin Ulla Blanke in der St.-Regina-Kirche statt. Auf die 20. Auflage müssen alle Beteiligten weiter warten. Foto: Foto: Malte Oberhoff

Der letzte Tag der Weihnachtszeit, der Sonntag nach dem Dreikönigstag, war seit vielen Jahren für ein bestimmtes Ereignis reserviert: das Weihnachtssingen des Chores „conTAKT“. Zunächst in der St.-Bernhard-Kirche in Münster-Angelmodde, die Woche darauf dann in der Drensteinfurter Pfarrkirche St. Regina war der Chor zu Beginn des neuen Jahres immer ein gerngesehener Gast. Das zweite Jahr in Folge muss das Konzert schon ausfallen. Auf das nunmehr 20. Weihnachtssingen seit Gründung des Chores 1998 müssen sowohl die Sängerinnen und Sänger als auch die Zuhörerinnen und Zuhörer weiter warten.

Nachdem man sich im vergangenen Herbst einige Male zum Proben in den Räumen der Teamschule hatte einfinden können, waren die wöchentlichen Treffen mit dem Ende der Herbstferien wieder eingestellt worden. „Viele von uns sind ja auch mit dem Chor gealtert“, begründet Chorleiterin Ulla Blanke. Und in der aktuellen Zeit müsse man sich eben schon fragen, was man sich gerade als älterer Mensch noch zumuten wolle. Dass dies die richtige Entscheidung gewesen sei, hätten ihr auch Anrufe von Mitgliedern gezeigt, die gerne über den Winter pausieren wollten, in der Hoffnung, in diesem Frühjahr wieder mit neuem Elan starten zu können.

Noch nichts Konkretes geplant

Dass es nach 2021 auch 2022 kein Weihnachtssingen geben würde, war – unabhängig von den aktuellen Kontaktbeschränkungen – also schon länger klar. Ob stattdessen ein anderer Termin angeboten werden soll, stehe derzeit noch nicht fest, so Blanke. „Wir haben noch nichts Konkretes ins Auge gefasst.“ Erst einmal müsste der Probenbetrieb wieder anlaufen. Blanke hofft, dass dies nach Ostern der Fall sein könnte. Dann wäre zumindest für die zweite Jahreshälfte etwas denkbar.

Derzeit besteht der Chor „conTAKT“ aus insgesamt 54 Mitgliedern zwischen 30 und 75 Jahren – wobei die Männer nur etwa ein Viertel davon stellen. „Weitere männliche Stimmen fehlen uns“, appelliert Ulla Blanke, die die Chorleitung nach dem Rückzug von Mitbegründerin Susanne Renk in diesem Sommer seit nunmehr zehn Jahren innehaben wird. Für Frauen bestehe schon seit Längerem eine Art „Aufnahmestopp“, um das stimmliche Ungleichgewicht nicht noch weiter zu erhöhen. Wenn sich jedoch ein Paar melde, so die Drensteinfurterin, dann seien natürlich sowohl Mann als auch Frau herzlich willkommen.

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