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Bewohner und Mitarbeiter infiziert

Corona-Ausbruch im Malteserstift

Drensteinfurt

Zwei Jahre lang ist es dem Malteserstift St. Marien gelungen, das Coronavirus aus dem Haus herauszuhalten. Nun hat es einen Ausbruch gegeben. Acht Bewohner und acht Mitarbeiter sind aktuell infiziert. Und es stehen noch weitere PCR-Testergebnisse aus.

Von Nicole Evering

Im Malteserstift an der Hammer Straße hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Stand Mittwochnachmittag sind sechs Bewohner und acht Mitarbeiter infiziert. Foto: Foto: Nicole Evering

„Kleckerweise“ laufen nach und nach die Ergebnisse der PCR-Tests bei Jeanette Möllmann ein. Deshalb ändern sich die Zahlen auch fast stündlich. Am Mittwochnachmittag waren es nachweislich sechs Bewohner und acht Mitarbeiter des Malteserstifts St. Marien, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Zwei Jahre lang war es dem Seniorenheim gelungen, das Virus aus dem Haus herauszuhalten. Aber nun, angesichts der Omikron-Variante, sei es wohl nur eine Frage der Zeit gewesen, so die Hausleiterin, „bis es auch uns ereilt“.

Vorweg die positive Nachricht: „Allen geht es gut.“ Das sei auch dem Umstand zu verdanken, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner im Stift bereits geboostert seien. Bisher betreffen die Infektionen lediglich die Personen, die in den Wohngruppen im Erdgeschoss des Heims an der Hammer Straße leben. „Jetzt versuchen wir, die anderen Bereiche sauber zu halten“, so Möllmann. Allerdings stehen immer noch einige PCR-Testergebnisse aus. „Das hemmt uns derzeit sehr.“ Denn: Klarheit über die genaue Zahl der Infizierten hat die Hausleiterin noch nicht. „Die kommen einfach nicht mehr hinterher“, sagt Möllmann und meint die Labore, in denen die Tests ausgewertet werden.

Notfallplan kommt zum Tragen

Seit Beginn der Pandemie wird im Haus ein striktes Hygienekonzept umgesetzt, das nun noch einmal verstärkt zum Einsatz kommt. Die Bereiche mischen sich nicht, und auch die Mitarbeiter haben untereinander keinen Kontakt. Dinge, die von einem Bereich in einen anderen wandern müssen, wie beispielsweise die Mahlzeiten, werden durch Schleusen übergeben. Den Ausfall der infizierten Mitarbeiter kann das Team derzeit noch selbst kompensieren. „Wir helfen uns gegenseitig“, sagt Jeanette Möllmann. Für diesen Fall sei schon vor Wochen ein Notfallplan erarbeitet worden, der nun zum Tragen kommt. „Dann bleibt eben mal ein Bügelstück liegen.“ Aber die Versorgung sei zu „120 Prozent“, gewährleistet, betont die Hausleiterin.

Sie möchte zudem ein Lob loswerden an alle im Haus, die sich derzeit besonders diszipliniert verhielten. „Die Bewohner bleiben in ihren Zimmern. Und das Personal arbeitet den ganzen Tag in Vollmontur.“ Heißt: FFP2-Maske, Visier, Schutzkittel. Das sei schon eine riesige Herausforderung. Zudem werden alle Mitarbeiter und Bewohner täglich getestet.

Gleiches gilt auch für Besucher. Die seien zwar weiterhin zugelassen, sagt Möllmann. Sie bittet aber darum, derzeit wenn möglich doch von Besuchen abzusehen oder sie zumindest auf das Nötigste zu beschränken. Bis sich die Lage im Malteserstift wieder beruhigt hat.

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