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Projekt „Sportplatz Kommune“

Das Bestmögliche aus den Bedingungen gemacht

Drensteinfurt

Seit 2019 gibt es das Projekt „Sportplatz Kommune“ von Staatskanzlei und Landessportbund NRW. In 2021 und 2022 bekommt auch Drensteinfurt Fördermittel, um das Sportangebot vor Ort weiterzuentwickeln. Projektleiterin Kathrin Dette und Gerhard Herrmann (TCD) ziehen nach Jahr eins nun ein Fazit.

In Kooperation mit der Kita „Zwergenburg“ bot der Tennis-Club Drensteinfurt den Mädchen und Jungen der Stewwerter Kindertagesstätte im September 2019 an, das Kinderbewegungsabzeichen (Kibaz) zu absolvieren. Eine solche Aktion soll in diesem Jahr in allen Ortsteilen stattfinden. Foto: Foto: Kleineidam

Seit 2019 gibt es das Projekt „Sportplatz Kommune“ von Staatskanzlei und Landessportbund NRW. Ziel ist es unter anderem, Sportentwicklung als gemeinsame Aufgabe von Kommune und gemeinnützigem Sport zu verstehen und sie zum Gegenstand der kommunalen Sport- und Bildungspolitik zu machen. 150 Ideen lassen sich in der vierjährigen Projektlaufzeit verwirklichen, Drensteinfurt ist eine der beteiligten Kommunen.

2020 hatten örtliche Sportvereine, die Stadt und der Kreissportbund (KSB) Warendorf den Projektantrag gestellt. Für die Durchführung stellt das Land jeweils 9500 Euro für zwei Jahre zur Verfügung. Im März 2021 startete das Projekt vor Ort mit dem Arbeitstitel „Sport4kids“. Über den Stadtsportverband Drensteinfurt wurde als Projektleiterin und wissenschaftliche Begleiterin Kathrin Dette gewonnen. Stark involviert ist auch Gerhard Herrmann. Als Mitglied des Stadtsportverbandes und Geschäftsführer des Tennis-Clubs TCD hatte er gemeinsam mit Vertretern der Stadt und anderer Sportvereine das Projekt in der Kommune initiiert.

Mit Kitas und Schulen

Aus den gegebenen Bedingungen hätten die Verantwortlichen das Beste gemacht, teilte Herrmann nun mit. Schließlich sei der Start ins zweite Corona-Jahr gefallen. Auch die Projektleiterin zeigte sich zufrieden. „Es hat gut funktioniert im ersten Projektjahr, was mit dem Arbeitstitel ,Sport4kids‘ in Drensteinfurt seit Beginn des Jahres 2021 umgesetzt wird“, freute sich Dette.

Ziel des Projektes sei es auch, insbesondere Schnittstellen von und mit Kindertagesstätten und Schulen in den Blick zu nehmen. „Gar keine leichte Aufgabe, wenn alle benannten Organisationen damit beschäftigt sind, sich stetig ändernde pandemiebedingte Beschränkungen umzusetzen und den Betrieb laufend neu zu organisieren“, so Herrmann.

Gerhard Hermann

„Sport4kids“ startete im ersten Jahr mit einer Umfrage in den Vereinen und Kitas, um dort die Bedarfe und Wünsche abzufragen. Um die Perspektive der Kinder und Jugendlichen abzubilden, konnte die Teamschule für eine Mitarbeit gewonnen werden. Mehr als 300 Beteiligte äußerten ihre Meinung zu Sport und Bewegung. Und auch in den Kitas und Vereinen sei der Rücklauf groß gewesen, so Gerhard Herrmann. Aus den Sportvereinen kam dabei überwiegend die Rückmeldung, in den eigenen Reihen anzusetzen und das Angebot insbesondere für die Altersgruppe der Elf- bis 14-Jährigen zu erweitern. Da wurden beispielsweise Kooperationen mit Schule und Kita benannt, aber auch der Bedarf an besseren Rahmenbedingungen wie der Ausstattung. Auch das Problem fehlender ehrenamtlicher Übungsleiter wurde aufgeführt.

Von den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen sind weit über die Hälfte nicht Mitglied in einem Sportverein. „Hier spielen frei zugängliche Bewegungsanreize und -möglichkeiten eine große Rolle“, so Herrmann weiter. An dieser Stelle setzt wiederum ein Projekt an, welches aktuell ebenfalls durch den Stadtsportverband umgesetzt wird: Das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2.0“ des Landes NRW unterstützt Vereine finanziell bei der Investition in frei zugängliche attraktive Outdoor-Sportgeräte, die im Verlauf des Jahres aufgestellt werden.

SVD mit eigener App

Gemeinsam mit dem SV Drensteinfurt und mit Unterstützung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wurde darüber hinaus für den Fußballverein aus Stewwert eine App entwickelt, die die Kommunikation vom Verein zu den Mitgliedern und innerhalb der Mannschaften erleichtert. Der Live-Ticker wird mittlerweile oft bei Spielen der SVD-Teams genutzt. Die Trainingszeiten und Kontaktdaten der Verantwortlichen sind einsehbar, Termine und Neuigkeiten erreichen die Zielgruppen über die App unkompliziert und unmittelbar, Inhalte der eigenen Homepage oder Social-Media-Kanäle lassen sich ebenso in die App einbinden.

Das Projektteam von „Sport4kids“ um Kathrin Dette hofft, in diesem Jahr in der Praxis aktiver werden zu können. Geplant ist beispielsweise die Durchführung mehrerer Kibaz-Aktionen (Kinderbewegungsabzeichen) in allen Ortsteilen.

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