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Marie Kortenbusch und Monika Schmelter sind Teil der Aktion „OutInChurch“

Das Versteckspiel hat ein Ende

Lüdinghausen/Drensteinfurt

Vier Jahrzehnte haben Marie Kortenbusch und Monika Schmelter ihre Beziehung versteckt gehalten. Beide Frauen waren im kirchlichen Dienst beschäftigt und mussten mit ihrer Kündigung rechnen, sollte ihre Liebe bekannt werden. Jetzt haben sie sich an der Aktion „OutInChurch“ beteiligt. Monika Schmelter unterhält nach Drensteinfurt gute Kontakte zur Maria-2.0-Gruppe.

Von Peter Werth

Marie Kortenbusch (l.) und Monika Schmelter sind seit 40 Jahren ein Paar. Über Jahrzehnte mussten sie ihre Verbindung verstecken. Beide waren im Dienst der katholischen Kirche. Jetzt haben sie sich im Rahmen der Aktion „OutInChurch“ geoutet. Foto: Peter Werth

„Ob unsere junge Ehe den Rummel aushält?“, fragt Marie Kortenbusch mit einem Augenzwinkern. Sie und ihre Frau Monika Schmelter haben sich im Rahmen einer TV-Produktion geoutet – nach 40 Jahren – heimlicher – Beziehung. Die beiden Lüdinghauserinnen sind Teil der Aktion „OutInChurch“, bei der sich jetzt 122 Menschen, die im Dienst der katholischen Kirche stehen oder standen, als LGBTIQ+-Personen (lesbisch, schwul, bisexuell, trans, inter, queer) zu ihrem Anderssein bekannt haben. Den „Rummel“ um ihre Personen beschreibt Schmelter so: Pressekonferenz in Berlin, Interviews für diverse Medien – unter anderem von der Bild-Zeitung bis zur Deutschen Presseagentur, sogar Anfragen aus Stockholm und New York. Aber jetzt sei erst einmal die heimische Tageszeitung dran.

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