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St.-Lambertus-Kirche wird saniert

Der Putz ist ab

Walstedde

Es bröckelt innen und außen. Die Fassade der St.-Lambertus-Kirche ist kein schöner Anblick mehr, eine Sanierung dringend nötig. Das hat auch das Bistum Münster erkannt und eine hohe Summe bereitgestellt. Doch ein Teil der Gesamtkosten muss über Spenden finanziert werden.

Von Nicole Evering

Über den hohen Zuschuss vom Bistum Münster für die Sanierung der innen und außen bröckelnden St.-Lambertus-Kirche freuen sich Pastor Jörg Schlummer (v.r.), Bernhard Krellmann (Kirchenvorstand) und Barbara Frank (Verwaltungsreferentin der Pfarrgemeinde). Foto: Nicole Evering

Die Farbe blättert ab, der Putz bröckelt, Feuchtigkeit ist in die Wände gezogen, es zeigen sich erste Risse, Holzschränke und Fensterrahmen faulen. Kurz: In der St.-Lambertus-Kirche müssen dringend die Handwerker ran. Das hat auch das Bistum Münster erkannt und jetzt die Genehmigung zur Sanierung erteilt – sehr zur Freude von Pastor Jörg Schlummer und dem Kirchenvorstand. „Gerade der Außenbereich sieht zum Teil sehr schäbig aus“, findet er.

400 000 Euro soll die Maßnahme insgesamt kosten, 225 000 Euro steuert das Bistum bei. Im Paket enthalten sind aber nicht nur dringend notwendige Arbeiten – die anteilig aus Kirchensteuermitteln finanziert werden –, sondern auch einige wünschenswerte – die allerdings gar nicht bezuschusst werden. Deshalb greift die Pfarrgemeinde St. Regina auf 157 500 Euro aus ihren Allgemeinen Rücklagen zurück, der Rest des Betrags – 17 500 Euro – muss über Spenden zusammenkommen. „Das können wir guten Gewissens so machen“, hat Bernhard Krellmann vom Kirchenvorstand durchgerechnet, dass dennoch ausreichend Geld in den Rücklagen verbleibt, um im Fall der Fälle zum Beispiel eine defekte Heizung ersetzen zu können.

Digitale Lautsprecheranlage

Zu den notwendigen Ausbesserungen am Putz, der Behebung der Feuchtigkeitsschäden sowie einem frischen Innen- und Außenanstrich gesellen sich weitere Arbeiten, die die Gemeinde im Zuge der Gesamtmaßnahme gleich mit erledigen lassen will, wenn die teuren Gerüste ohnehin schon einmal stehen: Die Fenster sollen gereinigt, das Ziffernblatt der Kirchturmuhr soll hergerichtet werden. Zudem soll eine digitale Lautsprecheranlage eingebaut werden.

Kein schöner Anblick: Farbe und Putz blättern immer stärker ab. Foto: Foto: Dietmar Jeschke

Schon seit ein paar Wochen dient die Kollekte in St. Lambertus für eben diesen Anlass. Nun hoffen die Aktiven auf weitere Spendenwillige, um „dieses Schmuckstück zu erhalten“, so der Pastor. Eine gewisse Summe habe man schon bekommen, durch viele persönliche Gespräche soll nun weiter auf das Projekt aufmerksam gemacht werden. „Es ist eine große Aufgabe, die uns schon länger beschäftigt.“

Pastor Jörg Schlummer

Viele Gespräche mit den beteiligten Denkmalbehörden, der Stadt und einem in diesem Bereich erfahrenen Architekturbüro habe es in letzter Zeit gegeben, blicken Bernhard Krellmann und Barbara Frank, Verwaltungsreferentin der Pfarrgemeinde, zurück. Anfang Juli sei nun der Bewilligungsbescheid ins Haus geflattert. Die Freude über die Höhe der Förderung ist umso größer, weil die letzte Baumaßnahme in St. Lambertus noch keine 20 Jahre zurückliegt. „Aber das Bistum hat die Notwendigkeit gesehen“, sagt Pastor Schlummer. Und Barbara Frank ergänzt: „Es geht darum, diesen würdigen Ort zur Feier der Hochfeste zu erhalten, die unseren Lebensweg strukturieren“, denkt sie dabei an Taufen, Erstkommunionen, Trauungen und Beerdigungen. „Dieses Gebäude hat eine Historie – und nun hat es auch eine Zukunft.“

Gottesdienste „auswärts“ feiern

Mit der Baumaßnahme soll im Frühjahr 2022 begonnen werden, so der Plan. Damit sei ausreichend Zeit für die nötigen Ausschreibungen, erklärt Krellmann. Und bei der aktuellen Lage in der Baubranche ist es sicher ratsam, einen zeitlichen Puffer einzupreisen. Bis zum Herbst, so der Wunsch, soll alles fertig sein. Während der Arbeiten im Innenbereich wird das Gotteshaus zeitweise gesperrt werden, für die Gottesdienste und andere Feiern müssen die Gläubigen dann ausweichen: nach draußen, ins Pfarrheim oder auch in die anderen Kirchen und Kapellen im Stadtgebiet.

Wer für die Kirchenrenovierung spenden möchte, kann sich in den Kirchenbüros melden: Tel. 0 25 08 / 9 99 40 40 oder Tel. 0 23 87 / 94 11 35, E-Mail: stregina-drensteinfurt@bistum-muenster.de. Infos zum Spendenkonto gibt es auch auf der Homepage der Gemeinde.

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