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Charlotte Hahn in der Kulturscheune Walstedde

Die „große Schwester“ des Xylofons

Walstedde

Es war vor gut zwei Jahren das erste Konzert, das coronabedingt ausfallen musste. Nun gastierte Charlotte Hahn, preisgekrönte Musikerin aus Münster, mit ihrer Marimba in der Kulturscheune. Auf dem Instrument trug sie sowohl klassische als auch moderne Stücke vor.

Von Pia Sofie Bartmann

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins Kulturscheune, Rudi Marhold, begeisterte Charlotte Hahn mit ihrem Spiel das Publikum. Vor jedem Stück erzählte sie eine kleine Anekdote. Foto: Pia Sofie Bartmann

Der Verein „Kulturscheune Walstedde“ hatte am Sonntag zu einem ganz besonderen Nachmittag eingeladen. In der Kaminhalle des Hauses Walstedde präsentierte die Musikerin Charlotte Hahn auf ihrer Marimba ein breites Repertoire von Stücken verschiedener internationaler Komponisten.

Zwei Jahre hat es wegen der Corona-Pandemie gedauert, jetzt durfte das Konzert der Musikerin Charlotte Hahn endlich stattfinden. Vor fast ausverkauftem Haus führte sie hochkonzentriert durch ihr anderthalbstündiges Programm und begeisterte die Zuschauer.

Charlotte Hahn wurde 1996 in Münster geboren. Im Alter von zehn Jahren begann sie mit dem Marimba-Spiel und wurde bald darauf Jungstudentin der Jugendakademie Münster, dem Begabtenförderprojekt der Westfälischen Schule für Musik und der Musikhochschule Münster. Seitdem kann sie auf einige Erfolge zurückblicken. Hahn ist mehrfache Bundespreisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ in den Kategorien Solo und Ensemble. Als Preisträgerin verschiedener Förder- und Sonderpreise hatte sie bereits Auftritte in der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf und der Laeiszhalle Hamburg.

Solo und im Ensemble

2017 erhielt sie ein Stipendium der „Werner-Richard- Dr.-Carl-Dörken-Stiftung“. Nach erfolgreichem Abschluss ihres Schlagwerk-Bachelor-Studiums begann sie im Jahr 2020 einen Master-Studiengang für klassisches Schlagwerk an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Neben ihren solistischen Auftritten ist Charlotte Hahn auch Mitglied mehrerer Ensembles.

Es war ein Konzert für Liebhaber klassischer Musik, etwas ganz Besonderes, dem das vor allem aus älteren Besuchern bestehende Publikum aufgeschlossen begegnete. Vor jedem der Stücke erzählte die sympathische Musikerin als Einführung eine kleine Anekdote. Auch die Herkunft des Instruments rückte im zweiten Teil des Konzerts kurz in den Vordergrund. „Die Marimba hat ihren Ursprung in Afrika und ist damals mit den Sklaven nach Amerika gekommen“, so Hahn. Inzwischen sei die „große Schwester“ des Xylofons sogar zum Nationalinstrument von Mexiko und Guatemala geworden. „Auch in Europa ist die Marimba schon weit etabliert, auch wenn viele sie noch nicht kennen. Deswegen freue ich mich, dass sie heute alle hier sind“, erklärte sie lachend.

Spenden für die Ukraine

Mit dem moderneren Stück „In The Fire Of Conflict“, einer Kollaboration des Komponisten Christos Hatzis mit dem Rapper Steven Henry, stimmte Hahn dann auch ernstere Töne an.

Schon zu Beginn hatte der erste Vorsitzende des „Vereins Kulturscheune“, Rudi Marhold, erklärt, dass alle während des Konzertes gesammelten Spenden den Menschen in der Ukraine zugute kommen würden.

Die nächste musikalische Veranstaltung, „Rudi Marholds Wundertüte – Zucchini Sistaz“, findet am 29. Mai in der Kulturscheune statt.

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