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Vor 70 Jahren entstanden die Siedlungen Ossenbeck und Viehfeld

Diesseits und jenseits der Bahn

Drensteinfurt

Die Stadt Drensteinfurt ist ein beliebtes Zuzugsziel, was die großzügigen Neubaugebiete der jüngeren Vergangenheit belegen. Ortsbildprägend war jedoch vor allem der Flüchtlingsstrom nach dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Folge die Siedlungen Ossenbeck und Viehfeld wuchsen.

Von Dietmar Jeschke

Diese Luftaufnahme zeigt rechts den Ossenbecker Sportplatz, hinter dem vor 70 Jahren die Ossenbecker Siedlung entstanden ist. Das Areal „Konrad-Adenauer“, das in der unteren linken Hälfte zu sehen ist, kam gut 50 Jahre später hinzu. Foto: Malte Oberhoff

Die Flüchtlingswelle des Jahres 2015, als rund 480 000 Menschen – die meisten in Folge des Syrienkrieges – in Deutschland Schutz suchten, ist noch nicht vergessen. Und sie wird vor allem den politisch Verantwortlichen wohl noch lange in Erinnerung bleiben – auch in Drensteinfurt, wo die Not zeitweise groß war, allen zugewiesenen Asylsuchenden innerhalb kürzester Zeit eine menschenwürdige Unterkunft zu bieten. Was im angespannten Mietwohnungsmarkt zu mieten war, wurde angemietet. Da das jedoch bei weitem nicht reichte, musste zeitweise sogar die Dreingau-Halle für den Sportbetrieb ruhen. Im Treppenhaus, in Umkleiden und im Eingangsbereich wurden provisorische Räume und Betten errichtet. Zweifelsohne eine Extremsituation, aber im Vergleich zur Flüchtlingswelle, die die Wersestadt unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg quasi überrollte, waren die Ereignisse des Jahres 2015 doch eher eine „Kleinigkeit“.

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