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Markus Wiewel ist neuer Fraktionsvorsitzender der CDU

„Eine gute Idee ist eine gute Idee“

Drensteinfurt

Mit einem radikal verjüngten Team startet die CDU-Fraktion in die neue Wahlperiode. An ihrer Spitze steht Markus Wiewel, der bereits seit einiger Zeit auch dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt vorsteht.

Simon Beckmann

Mit guten Ideen, dem notwendigen Ehrgeiz aber auch mit Pragmatismus möchte Markus Wiewel die Stadt weiter voranbringen Foto: Simon Beckmann

Generationswechsel. Ein Wort, das die Stewwerter CDU in diesem Jahr geprägt hat. Nicht nur deshalb, weil die Ortsunion mit einem stark veränderten Team in den Wahlkampf gegangen war und mit dieser Mischung aus alten und neuen Gesichtern am Ende die absolute Mehrheit geholt hatte. Sondern auch, weil sich einige CDU-Urgesteine, wie etwa Josef Waldmann und Heinz Töns, von der politischen Bühne verabschiedet und so Platz für jüngere Kräfte gemacht haben. Eine davon ist Markus Wiewel: Der 54-jährige Rechtsanwalt lebt seit 1980 mit kurzen beruflichen Unterbrechungen in der Wersestadt, ist seit 2014 im Rat und wurde Mitte September zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt. Mit der CDU hat er in den kommenden Jahren viel vor, um „Drensteinfurt noch lebenswerter zu machen“, wie er im Gespräch erklärte.

Wiewel selbst wurde eine gewisse Leidenschaft für Kommunalpolitik quasi mit in die Wiege gelegt. Schließlich bekleidete Vater Werner Wiewel zunächst in Freckenhorst und dann in Drensteinfurt den Posten des Stadtdirektors, bevor er der erste hauptamtliche Bürgermeister der Wersestadt wurde. „Wenn der Apfel nicht allzu weit vom Stamm fällt, bekommt man schon ein gewisses Interesse an Politik. Man bekommt Zuhause ja vieles mit“, erzählt der heute 54-Jährige lachend.

Seine frühe Kindheit verbrachte er in Beckum. Im Alter von sechs Jahren folgte der Umzug nach Freckenhorst. Sechs Jahre später zog die Familie nach Drensteinfurt. Schnell knüpfte er beim Fußballspielen für den SVD und in der Nachbarschaft neue Kontakte und lebte sich als Jugendlicher gut ein. Danach blieb er der Wersestadt bis auf kurze beruflich bedingte Unterbrechungen treu. „Ich wohne nach wie vor gerne in Stewwert und fühle ich mich hier einfach wohl“, sagt der Rechtsanwalt, zu dessen Familie neben Frau Elke auch die beiden Töchter Hannah (18) und Carla (15) zählen.

In seiner Freizeit fährt der 54-Jährige gerne Rennrad oder er greift zu einem guten Buch. Zudem ist er ein leidenschaftlicher Koch. „Dazu lade ich auch des Öfteren mal ein“, erzählt der gesellige Familienvater, der ebenfalls Mitglied im Bürgerschützenverein „St. Johannes“ ist und sich früher im Vorstand der Junggesellen engagiert hat.

In die Politik ist Markus Wiewel vergleichsweise spät eingestiegen. „Mein Vater war ja noch Bürgermeister. Sonst hätte ich das schon früher gemacht“, erinnert er sich. Dementsprechend begann er erst im Jahr 2009 als stellvertretender sachkundiger Bürger für die CDU in verschiedenen Ausschüssen seine politische Laufbahn. 2014 wurde er in den Rat gewählt und übernahm nach dem unerwarteten Tod von Heinz-Josef Voß den Vorsitz des Stadtentwicklungsausschusses, dessen Leitung er immer noch innehat. „Das Thema liegt mir sehr am Herzen“, berichtet er. Zudem ist Markus Wiewel seit 2011 Vorstandsmitglied der Ortsunion und seit 2017 stellvertretender Vorsitzender. Dazu kommt nun die neue Aufgabe als Fraktionsvorsitzender, auf die er sich schon freut.

An Projekten, die er gemeinsam mit der Ortsunion angehen möchte, mangelt es nicht. „Oberste Priorität hat für uns im Moment der Umbau der Rinkeroder Grundschule“, erklärt der Familienvater. Ebenso spiele die Fortführung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) eine wichtige Rolle. „Gerade im Bereich der Kurzen Straße und der Wagenfeldstraße muss etwas getan werden. Das sieht teilweise ganz fürchterlich aus“, meint der Nachfolger von Heinz Töns.

Drensteinfurt habe nun einen schönen Marktplatz und mit dem renovierten ehemaligen „Hotel zur Post“ ein schönes Fachwerkhaus mitten in der Stadt erhalten. Hinzu komme hoffentlich bald ein Bistro samt Außengastronomie in der „guten Stube“. „Wir haben schöne Aufenthaltsqualitäten geschaffen, müssen aber die nächsten Schritte gehen, um die Innenstadt noch attraktiver zu gestalten“, sagt Wiewel und ergänzt: „Die Geschäfte haben es durch das Internet und den Online-Handel sowieso nicht einfach.“

Eine weitere Komponente, um die (Innen-) Stadt zu stärken, sehe er in der Renaturierung der Werse. „Dadurch könnten wir uns ein Stück Natur mitten in die Stadt holen“, bemerkt er. Man sehe am Beispiel Albersloh, wie toll das sei. „Das wäre auch für Drensteinfurt wunderbar“, ist er sich sicher. Andere Projekte, die die CDU nun zeitnah angehen möchte, sind die Installation von Bewegungsgeräten für Senioren auf allen Spielplätzen und die Bestimmung eines Seniorenbeauftragten sowie eines Seniorenbeirates.

Generell ziehe es Markus Wiewel vor, pragmatisch zu handeln. „Eine gute Idee ist eine gute Idee – egal von wem sie stammt. Da sollte man immer an das Beste für Stewwert denken“, erläutert er.

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