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Günter Koch zeigt neues Modell

Eine Kirche für die Kirche

Drensteinfurt

Günter Koch hat bereits etliche historische Drensteinfurter Bauwerke in Modellform festgehalten. Das jüngste Projekt jedoch dient einem ganz anderen Zweck. Am Montag wird es der Bastler an den Diemelsee bringen.

-dje-

Das Modell der Pfarrkirche St. Barbara wird künftig in der Pfarrkirche St. Barbara in Heringhausen am Diemelsee zu sehen sein. Foto: Dietmar Jeschke

Sie stammt aus dem zwölften Jahrhundert und zeigt entsprechend viele charakteristische Merkmale der romanischen Bauweise. Geweiht ist sie der Heiligen Barbara, einer Märtyrerin aus dem dritten Jahrhundert, die vor allem als Schutzpatronin der Bergleute gilt. Und seit dieser Woche hat sie nun eine maßstabsgetreu gefertigte „Doppelgängerin“, die schon am Montag auf ihr echtes Vorbild treffen wird. Dann nämlich wird Bastler Günter Koch das von ihm gefertigte Modell der St.-Barbara-Kirche nach Heringhausen am Diemelsee bringen, wo es künftig zu bestaunen sein wird.

In Drensteinfurt hat sich Koch bereits in den vergangenen Jahrzehnten einen Namen mit seinen Häusermodellen gemacht. Ob Pfarrkirche St. Regina, Haus Steinfurt, Loretokapelle, Wassermühle oder das ehemalige Haus Bultmann: Das Innenstadtensemble hat er fast komplett nachgebaut.

Günter Koch

Eine Mammutaufgabe, der im Jahr 2017 bereits ein Buch gewidmet wurde, in dem die einzelne Objekte vorgestellt und vom städtischen Historiker Dr. Ralf Klötzer erläutert werden. Und genau diesem Buch ist nun das jüngste Werk geschuldet. Denn da Günter Koch regelmäßig am Diemelsee zu Gast ist, hatte es auch eines seiner Bücher dorthin geschafft – und landete schließlich in den Händen von Jörg Schultze, dem Pfarrer der Pfarrkirche St. Barbara. Und für den war gleich klar: Ein solches Modell sollte auch für Heringhausen her. Viel Überzeugungsarbeit dafür bedurfte es nicht. „Ich kann einfach schwer ,Nein’ sagen“, lacht Günter Koch. Und so ging es, kurz nachdem der Pfarrer mit Zeichnungen und historischen Plänen vor der Haustür von Günter Koch stand, auch schon ans Werk.

Sechs Monate lang hat Koch danach Wände, Decken und Co. detailgetreu nachgefertigt. Und mit Hilfe des befreundeten Steinmetzes Klaus Habich entstanden sogar zwei Miniaturfiguren der Ortsheiligen. Ausgestellt werden soll das Kirchenmodell übrigens dort, wo es hingehört: in der Pfarrkirche St. Barbara.

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