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Empfang im Alten Pfarrhaus

Emotionaler Abschied von Pater Johny

Drensteinfurt/Walstedde

Elf Jahre hat Pater Johny Abraham in der Pfarrei St. Regina gewirkt. Nun wechselt der 51-Jährige in eine Gemeinde am Niederrhein. Doch ohne einen würdigen Abschied wollten die Drensteinfurter den Pater nicht gehen lassen.

Die Kolpingsfamilie hatte ein Lied für ihren Präses umgedichtet. Foto: Nicole Evering

„Du kamst als Fremder, du gehst als Freund“: Mit diesen Worten hat Hans-Jürgen Thamm, Vorsitzender der Walstedder Kolpingsfamilie, auf den Punkt gebracht, was wohl viele fühlten angesichts dieses Abschieds. Nach elf Jahren in der Pfarrgemeinde St. Regina sucht Pater Johny noch einmal eine neue Herausforderung. Im niederrheinischen Wachtendonk wird schon in der kommenden Woche sein neuer Einsatzort sein. Doch die Gemeinde wollte ihn nicht ohne einen würdigen Abschied gehen lassen.

Dieser hatte am Sonntagvormittag mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche begonnen. In seiner Predigt blickte Pater Johny noch einmal auf die ersten Eindrücke zurück, die er vor fast einem Dutzend Jahren in diesem für ihn völlig neuen Land gewonnen hatte. Er habe zum ersten Mal Schnee gesehen und auch die deutsche Sprache erst lernen müssen. Dass er dabei aus der Gemeinde sehr viel Unterstützung bekommen habe, lobte beim anschließenden Empfang im Alten Pfarrhaus auch Pastor Jörg Schlummer: „Danke an alle für die offenen Herzen und die offenen Türen.“ Viele Mitglieder der Gemeinde, gerade auch aus Walstedde, hätten dazu beigetragen, dass Pater Johny sich hier so habe einbringen können. Viele herzliche Verbindungen seien entstanden – erkennbar unter anderem an den stehenden Ovationen, die dem Inder nach seiner letzten Predigt in Drensteinfurt zuteil wurden. Und auch der Empfang war mehr als gut besucht. Die bereitgestellten Stühle reichten nicht für alle Erschienenen aus.

Überraschung in Liedform

Nach der fast 90-minütigen Messe stärkten sich die Gäste zunächst mit heißer Suppe und Getränken, bevor sowohl Pfarrer Schlummer als auch der Vorsitzende der Walstedder Kolpingsfamilie zum Mikro griffen.

Mit einem Stewwerter Friedenslicht dankte der Pfarreirat Pater Johny für sein langjähriges Engagement. Foto: Nicole Evering

Der Verein hatte im Anschluss auch noch eine kleine Überraschung für seinen Präses vorbereitet. Passend zur Melodie des Liedes „Vater Kolping“ hatten die Mitglieder einen neuen Text geschrieben. Bei den Zeilen „König Johny, Horrido“ – 2019 hatte sich der 51-Jährige die Schützenkönigswürde der Kolpingsfamilie gesichert – und „Pater Johny lebe hoch“ stimmten auch alle Gäste lautstark in den Gesang mit ein.

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