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Einlass nur mit Impfpass oder Testbescheinigung

Erlbad öffnet seine Pforten

Drensteinfurt

Mit einiger Verspätung und voraussichtlich bei immer noch wenig frühlingshaftem Wetter startet im Erlbad am Samstag die Badesaison. Coronabedingt gelten für den Besuch aber besondere Regeln. So sind ein negatives Testergebnis oder ein Impfausweis Pflicht.

Von Dietmar Jeschkeund

Tim Kopowski ist „der Neue“ im Erlbad. Als Fachangestellter für Bäderbetriebe verstärkt der 24-Jährige ab sofort das Team. Foto: Dietmar Jeschke

Luft zwölf, Wasser 17 Grad. Das große Thermometer neben dem Schwimmmeisterhäuschen lügt nicht. Kühl ist es und dazu auch noch feucht. Auch in der mittlerweile dritten Maiwoche will der Frühling einfach nicht in Schwung kommen. Dabei wäre man im Erlbad eigentlich schon seit Tagen startklar.

Die Becken sind gefüllt. Die Chloranlage ist eingestellt. Und auch das Schwimmmeisterteam ist wieder komplett. Denn seit dem 1. Mai ist Timo Kopowski neben Erlbadleiter Andreas Willuweit und Chris Höller für Pflege, Instandhaltung und natürlich auch für die Beckenaufsicht verantwortlich.

Der 24-jährige gebürtige Hammer hatte seine Ausbildung im Hammer Sport- und Freizeitbad „Maximare“ absolviert. Wie man dazu kommt, den Beruf des „Fachangestellten für Bäderbetriebe“ anzustreben? „Ich habe immer gerne Sport gemacht. Und einen Job gesucht, der neben Sport auch mit Handwerk zu tun hat“, schildert er, während er den großen Roten Sonnenschirm für den Kinderbeckenbereich neu bespannt. Und im Kinderbecken, blickt er zurück, da habe er sich in jungen Jahren halt auch immer ganz besonders gerne und häufig aufgehalten. Dass er von seiner Heimatstadt Hamm nun nach Drensteinfurt gewechselt ist, hat gleichfalls einen ganz konkreten Grund. „Ich möchte mich beruflich weiterentwickeln“, so Kopowski. Und dazu biete das große städtische Freibad genug Gelegenheit, warten hier doch mehr und andere Aufgaben als im Hammer Hallenbad.

Insgesamt verfügt das Erlbad damit über drei Schimmmeister-Vollzeitstellen – bislang waren es nur zweieinhalb. Hinzu kommen im Sommer noch etliche Aushilfen. Für die Festangestellten dauert die Saison übrigens um einiges länger als für die Badegäste. Denn vor dem Start müssen Becken, Umkleidekabinen und Co. erst einmal gründlich auf Vordermann gebracht werden. Und nach dem letzten Badetag gilt es, die gesamte Anlage winterfest zu machen. Von November bis März heißt es dann zunächst für die Beschäftigen: Urlaub machen. Und die übrige Zeit versehen sie ihren Dienst in anderen Bereichen der Verwaltung. In den vergangenen zwölf Monaten war das vor allem im Ordnungsamt der Fall, das mit der Überwachung der Coronamaßnahmen bekanntlich alle Hände voll zu tun hatte.

Apropos Corona: Die anhaltende Pandemie wird natürlich auch die Saison 2021 bestimmen. Und die startet mit einiger Verspätung bereits am heutigen Freitag von 14 bis 18 Uhr mit dem Kartenvorverkauf. Am morgigen Samstag wird das Freibad dann um 8 Uhr im Rahmen des Modellprojektes „#digitalvscorona“ des Kreises Warendorf unter hohen Corona-Sicherheitsvorkehrungen erstmals offiziell seine Pforten öffnen.

„Bürgermeister Carsten Grawunder freut sich, dass es mit vereinten Kräften gelungen ist, dieses Angebot als Teil der Modellregion zu realisieren und das Bad somit allen und nicht nur den Sporttreibenden zur Verfügung steht“, teilt die Stadtverwaltung mit, die zugleich noch eine gute Nachricht vermeldet: So soll das beliebte „Frühschwimmen“ auf Anregung zahlreicher Stammgäste künftig zwei Mal pro Woche stattfinden. Frühaufsteher sind demnach bis August immer dienstags und donnerstags bereits ab 6.30 willkommen. Ansonsten hat das Erlbad immer montags von 12 bis 20 Uhr sowie dienstags bis sonntags von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Voraussetzung für den Besuch ist jedoch, dass die Gäste ein maximal 48 Stunden altes negatives PCR- oder Schnelltestergebnis an der Kasse vorlegen. Auch alle Beschäftigten müssen sich im gleichen Rhythmus diesen Tests unterziehen. Ausnahmen gibt es nur für vollständig geimpfte und genesene Besucher mit entsprechenden Nachweisen. Kinder bis zum Eintritt der Schulpflicht sind von der Testpflicht befreit. Zusätzlich muss der Besuch jedes Badegastes mit Hilfe der Luca-App oder eines Luca-Schlüsselanhängers an der Kasse registriert werden.

Die Anzahl der Besucher ist auf vorerst 500 Personen beschränkt, von denen sich ein Drittel im Wasser und die restlichen Gäste auf der Liegewiese aufhalten können, so die Verwaltung. Die maximale Badezeit beträgt drei Stunden pro Badegast. Die Sammelumkleiden bleiben geschlossen. Bei der Nutzung der Einzelumkleiden sowie beim Betreten des Erlbadgebäudes ist eine FFP2- oder medizinische Maske zu tragen. „Toiletten und Duschen stehen nur eingeschränkt zur Verfügung und dürfen nur von zwei Personen gleichzeitig betreten werden. Badegäste werden gebeten, möglichst zu Hause zu duschen und sich dort auch umzuziehen“, schreibt die Stadt. „Vor der Erlbadkasse sind Abstandsmarkierungen für den Wartebereich aufgebracht worden. Zusätzlich aufgestellte Gitter regeln die Zu- und Ausgangsbereiche. Auch auf der Liegewiese sind entsprechende Sicherheitsabstände von den Badegästen einzuhalten. Eltern haben die Aufsichtspflicht für die Einhaltung der Abstandsregeln im Kinderbecken“, so die Stadt.

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