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Stadt eröffnet mit Kita-Spatenstich den Hochbau am Mondscheinweg

Erste Bodenplatte wird gegossen

Drensteinfurt

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich für die neue Kindertagesstätte haben am Dienstagnachmittag die Hochbauarbeiten im Gebiet Mondscheinweg begonnen. Private „Häuslebauer“ werden sich jedoch noch gedulden müssen. Zunächst müssen die Straßen geteert werden.

Gemeinsam griffen die Vertreter von Stadt, Architekturbüro, Baufirma und Ingenieurbüro zum symbolischen Spaten. Läuft alles nach Plan, soll die neue Kita Anfang August bezugsfertig sein. Foto: Dietmar Jeschke

Manch künftiger „Bauherr“ dürfte sich in den kommenden Tagen ein wenig ungläubig die Augen reiben. Denn während „er“ mangels Teerkolonne zur Fertigstellung der Baustraßen noch immer auf den Startschuss für den „Häuslebau“ im neuen Baugebiet Mondschweinweg wartet, wird am Rande schon fleißig an der ersten und dazu recht stattlichen Bodenplatte gearbeitet.

Das jedoch, erklären Bürgermeister Carsten Grawunder und Bauamtsleiter Christoph Britten beim Ortstermin, habe gleich zwei gute Gründe. Zum einen wird das Areal der künftigen Awo-Kita nämlich direkt an die Konrad-Adenauer-Straße angebunden, weshalb es von den immer noch unfertigen Baustraßen unabhängig ist. Zum anderen warten nun einmal viele Eltern händeringend auf einen Betreuungsplatz, weshalb die neue Kindertagesstätte möglichst zügig fertig werden soll. „Anvisiert ist der 1. August“, erklärt Christoph Britten – um im gleichen Atemzug nachzuschieben, dass man natürlich auch als Stadt nicht vor den aktuellen Widrigkeiten auf dem Markt für Baustoffe und Arbeitskräfte gefeit sei.

Baukosten von 3,6 Millionen Euro

Wie berichtet, wird die nun begonnene Baumaßnahme an beschriebener Stelle nur ein erster „Aufschlag“ sein. Denn kurz nachdem die Pläne für die neue Kita am Mondscheinweg fertig waren, hatte der Kreis bekanntgegeben, dass dergleichen in naher Zukunft gleich zwei benötigt werden. Nach entsprechend räumlicher Anpassung der Fläche soll nun im ersten Schritt eine erste Vier-Gruppen-Einrichtung entstehen. Und zwar, erläuterte Awo-Bezirksleiterin Arzu Sahin-Ünsal, für Kinder im Alter von drei Monaten bis zu sechs Jahren. Entstehen wird das mit bislang 3,6 Millionen Euro kalkulierte Projekt übrigens in bislang vergleichsweise einmaliger Ausführung. Denn Maurer wird man in den kommenden Wochen auf der Baustelle vergeblich suchen. Die Wände, erläutert Architekt Magdi Abdel Kader, der die Anlage gemeinsam mit Frederike Backhaus-Abdel Kader entworfen hat, werden vielmehr in Holzmodulbauweise vorgefertigt – und zwar inklusive Fenster und Außenhaut aus Holz. Konsequenz: „Mancher wird sich vielleicht wundern, dass hier nach der Bodenplatte über Wochen nichts passiert. Aber es passiert etwas – in der Fabrik“, schildert Magdi Abdel Kader. Sind die Module fertig, können sie in der Folge zügig errichtet und montiert werden, bevor der Rest – es bleiben „nur“ noch Fliesen-, Maler- und Sanitärarbeiten – vollkommen wetterunabhängig erledigt werden kann. Eine eigene Heizung braucht die neue Kita dazu nicht: Sie wird an das Nahwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen, dessen Bau – so Bauamtsleiter Christoph Britten – sich übrigens voll im Zeitplan befinde. „Das reduziert die Bauzeit erheblich“, beschreibt Architekt Abdel Kader die Vorteile der gewählten Bauweise.

PV-Anlage sorgt für eigenen Strom

Final versehen werden soll die Einrichtung zudem mit einer Dachbegrünung und einer PV-Anlage zur Strom-Eigenversorgung, die allerdings nicht für eine eigene Lüftungsanlage benötigt wird. Aufgrund der Bauweise – ohne innenliegende Räume, aber mit ausreichend Möglichkeiten zum Querlüften – sei eine komplizierte und teure Lüftungstechnik nämlich schlichtweg überflüssig, schildert Christoph Britten. Bis die Einrichtung fertig ist, bleibt die Awo-Kita übrigens im erst unlängst erweiterten Pavillon gegenüber der Kita St. Marien am Windmühlenweg. Insgesamt stehen dort, so Awo-Sprecherin Arzu Sahin-Ünsal abschließend, aktuell 30 Betreuungsplätze zur Verfügung.

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