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Am kommenden Wochenende starten die 17. Drensteinfurter Spieletage

Es darf wieder „gezockt“ werden

Drensteinfurt

Egal, ob Strategie-, Brett- oder Gesellschaftsspiel: Am kommenden Wochenende darf im Kulturbahnhof wieder nach Herzenslust gezockt werden. Die 17. Drensteinfurter Spieltage dürften dabei wieder einige Hundert Spielefans aus der gesamten Region locken.

Das Sortiment ist gewaltig: In den Regalen des Kulturbahnhofs stapeln sich mittlerweile knapp 1700 Spiele aller Art. Am kommenden Wochenende laden Bürgermeister Carsten Grawunder (M.) sowie Rüdiger Pieck (3. v. r.) und Meike Haverkamp (2. v. l.) vom Kulturbahnhof gemeinsam mit insgesamt 52 „Teamern“ ein, vor allem die Neuerscheinungen der vergangenen drei Jahre zu testen und zu entdecken. Foto: Dietmar Jeschke

Der ursprüngliche Name, räumt Rüdiger Pieck ein, ist nach wie vor für einige potenzielle Besucher ein wenig verwirrend. Denn mit der gleichnamigen digitalen Spielekonsole hat die Aktion „Playstation“ nun einmal rein gar nichts zu tun. „Mittlerweile heißt es auch ,Drensteinfurter Spieletage‘“, erläutert der Leiter des Kulturbahnhofs. Dass der ins Deutsche übersetzt etwa „spielender Bahnhof“ bedeutende ursprüngliche Titel „Playstation“ trotzdem immer noch die bunten Polo-Shirts der mehr als 50 ehrenamtlichen „Teamer“ ziert, hat dennoch einen guten Grund. Denn mit der mittlerweile 17. Auflage der Spielemesse gehört das einstmals eben englisch titulierte Event zu den wenigen Projekten, die seit der Eröffnung des Kulturbahnhofs im Jahr 2004 kontinuierlich zum Veranstaltungskalender gehören – die Corona-Jahre natürlich außen vor.

Für Bürgermeister Carsten Grawunder, der bei der Programmvorstellung im Jugendtreff selbst zugegen war, ein mehr als erfolgreicher Programmpunkt. Und das ergänzte Rüdiger Pieck, aus gleich mehreren Perspektiven. Zum einen gehören die Spieletage zu den Aktionen, die sich insbesondere an Familien richten. Wobei letztere übrigens längst nicht nur aus Drensteinfurt kommen. „Wir haben viele Stammgäste“, erklärte Meike Haverkamp vom Team des Kulturbahnhofs. „Und einige kommen sogar regelmäßig aus Telgte und Münster“, ergänzte Rüdiger Pieck. Ferner ist die „Playstation“ für das Team der Jugendarbeit eine mehr als gute Gelegenheit, um engagierte jugendliche Nachwuchskräfte zu gewinnen. Denn „Teamer“ werden eben nicht nur zwei Tage im November zum Erklären von Spielen benötigt. Ausreichend Helfer bedarf es vielmehr auch für den regelmäßigen Betrieb des Kinder- und Jugendtreffs sowie natürlich für die bekannten Ferien-Großaktionen, wie etwa „Halli-Galli“ und „Minilon“. „Es ist schön, dass wir hier regelmäßig viele Jugendliche gewinnen, die sich in der Rolle einmal selbst ausprobieren und sich zeigen möchten“, freute sich Pieck, dass er auch dieses mal bereits etliche neue Gesichter begrüßen durfte. Das große Vorbereitungswochenende fand nämlich bereits an den vergangenen beiden Tagen im Kulturbahnhof statt. Und an denen galt es sowohl für „Newcomer“ als auch für „alte Hasen“ – der jüngste Helfer ist elf Jahre alt, der älteste gehört bereits zur Generation „Ü50“ –, sich intensiv in neue, aber auch in einige alte Spiele „hinein zu fuchsen“. Denn erklärt wird – auch das ist ein Grundprinzip der Drensteinfurter Spieletage – jeweils im Beisein und höchstpersönlich.

Insgesamt, schildert Rüdiger Pieck, ist die Drensteinfurter Spielemesse die wohl größte ihrer Art im Münsterland. Kein Wunder, denn zum katalogisierten Fundus des Kulturbahnhofs zählen mittlerweile nicht weniger als 1697 Strategie-, Brett- oder Gesellschaftsspiele.

Was das detaillierte Programm für das kommenden Wochenende betrifft, so gibt es zum Spielen selbst drei Zeitfenster, wobei der Sonntagvormittag erstmals die gewohnten Zeiten am Samstag- und am Sonntagnachmittag ergänzen wird. Die vorgestellten Spiele sind nach „Jahrgängen“ sortiert. Wer also das „Spiel des Jahres 2022“ ausprobieren möchte, kann das nur am Samstagnachmittag tun. Am Sonntag stehen vormittags die Spiele aus dem Jahr 2021, nachmittags die Spiele aus dem Jahr 2020 auf dem Programm.

Zu den Drensteinfurter Spieletagen gehört natürlich immer auch eine gut bestückte Cafeteria. Zu familienfreundlichen Preisen werden dort Kuchen, belegte Brötchen und alkoholfreie Getränke angeboten. Dazu gibt es wie in fast jedem Jahr einen kleinen Spieleflohmarkt, auf dem nicht mehr benötigte Spiele aus dem Fundus des Kulturbahnhofs verkauft werden.

Der Eintritt zu den Drensteinfurter Spieletagen ist wie immer frei. Geöffnet ist die „Playstation“ am Samstag (26. November) von 15 bis 18 Uhr sowie am Sonntag (27. November) von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr.

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