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Entwürfe für Zirkus-Spielplatz

Familien dürfen Wünsche äußern

Drensteinfurt

Die bunte Spielburg soll bald ausgedient haben. Ein neuer Zirkus-Spielplatz im Nichtschwimmerbereich des Erlbades ist in Planung. Doch sind die Entwürfe überhaupt gut? Oder haben die Kinder ganz andere Ideen? Bis Ende August können nun Wünsche geäußert werden.

Von Nicole Evering

Die in die Jahre gekommene Spielburg im Nichtschwimmerbereich soll bald ausgedient haben. Die Pläne für den neuen Zirkus-Spielplatz stellten (v.l.) Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck, Schwimmmeister Andreas Willuweit und Bürgermeister Carsten Grawunder vor. Foto: Nicole Evering

Die bunte Spielburg aus Plastik wirkt tatsächlich schon ein wenig in die Jahre gekommen. „Die macht es höchstens noch ein, zwei Sommer“, sagt Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck – der deshalb schon jetzt mit der Planung beschäftigt ist, wie der Spielplatz im Nichtschwimmerbereich des Erlbades einmal aussehen soll. Das Motto steht: Zirkus. Entwürfe zur Gestaltung gibt es auch schon – die vierten sind es mittlerweile. Und jetzt dürfen auch die ihre Meinung sagen, die den Spielplatz am Ende nutzen sollen.

„Das Thema Bürgerbeteiligung wird hier groß geschrieben“, sagt Bürgermeister Carsten Grawunder. Schließlich soll der neue Spielplatz zu einem echten Highlight im ohnehin beliebten Freibad werden. Und: „Es wird wohl nicht unser billigster Spielplatz werden. Mit 50 000 Euro kommen wir hier nicht aus“, will Rüdiger Pieck von Beginn an alle Entscheider im Boot haben will, um am Ende auch grünes Licht für das Projekt zu bekommen. „Wir wissen, dass in so manchem Zoo der Spielplatz die größte Attraktion für die Kinder ist“, berichtet der Stadtjugendpfleger. Ähnliches stellt er sich auch für den Zirkus-Spielplatz vor. „Ich habe so etwas in Deutschland bisher noch nicht gesehen.“

Zirkuszelt, Wippen und Wohnwagen

Die wiederholt überarbeiteten Pläne sehen ein zentrales Zirkuszelt mit Kletterelementen, Hängematte und Gummiboden vor sowie eine kleinere Manege als Sandkasten. Es soll verschiedene Wipp-Elemente geben, die Tierfiguren nachempfunden sind. Ein Eingangsportal mit den Figuren von Zirkusdirektor und -direktorin dient zugleich als Fotowand. In einem Unterstand, der aussieht wie ein Wohnwagen, können derweil die Eltern Platz nehmen.

Der Vorteil: Alle Bereiche sind überdacht und schützen so vor Sonne und Regen. „Das ist besonders wichtig für die Kindergeburtstage, von denen hier in Zukunft hoffentlich noch viel mehr gefeiert werden“, betont Pieck. Die ließen sich nur wegen schlechten Wetters ja nicht einfach verschieben.

Auch der große Elefant soll in die Planung einbezogen werden. Früher dankte der, wenn jemand etwas in einem der Mülleimer entsorgte. „Das funktioniert leider nicht mehr“, so Pieck. Stattdessen könnte der Rüssel zur Dusche umfunktioniert werden, so die Idee.

Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck

In weiser Voraussicht ist der Spielplatz modulartig geplant, sodass die Elemente auch nach und nach aufgestellt werden könnten. „Aber gut wäre es schon in einem Rutsch“, findet auch der Bürgermeister, der noch auf Fördermittel aus dem Programm „8 Plus Vital NRW im Kreis Warendorf“ hofft.

Bis Ende August haben nun alle Interessierten die Gelegenheit, sich die Pläne anzuschauen und Wünsche zu äußern. Die Stellwand mit den Entwürfen steht vorne im Eingangsbereich, kann also auch begutachtet werden, ohne Eintritt zu zahlen. Zettel und Stifte liegen bereit. Im Herbst soll das Projekt von der Politik verabschiedet werden. Baubeginn könnte Ende 2022 sein, sodass das Freibad pünktlich zur Saison 2023 mit einem nagelneuen Zirkus-Spielplatz glänzen würde.

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