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Erste DRiWA-Jugendreise führte nach Berlin

Fernsehturm und Spreefahrt

Drensteinfurt

Eigentlich sollte es in die Elbmetropole Hamburg gehen. Doch daraus wurde nichts. Enttäuscht sein brauchten die 17 Jugendlichen, die sich am Wochenende unter die Regie des Jugendwerks DRiWa auf Tour gemacht hatten, aber dennoch nicht. Denn schließlich gab es auch in Berlin genug zu entdecken.

Von Dietmar Jeschke

Ob Fernsehturm oder Gruppenbild am Brandenburger Tor: Das Programm, das ausdrücklich reichlich Gelegenheit zum Mitbestimmen bot, kam bei Jugendlichen und „Teamern“ bestens an. Foto: Rüdiger Pieck

Das Programm stand fest. Und die Vorfreude auf Hafen und Hansestadt waren groß. Doch wie vieles andere auch sollte die für 2020 geplante Premieren-Jugend-Fahrt nach Hamburg coronabedingt ins Wasser fallen. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Und so hatten sich Rüdiger Pieck und Maike Schlamann vom Team des Kulturbahnhofs in den vergangenen Wochen intensiv daran gemacht, einen adäquaten Ersatz auf die Beine zu stellen. Und der sollte nun angesichts der gelockerten Corona-Maßnahmen auch tatsächlich über die Bühne gehen.

Ziel war allerdings nicht die ursprüngliche geplante Elbmetropole. Da sie nämlich bereits im Rahmen des anstehenden Drensteinfurter Sommercamps angesteuert wird und man eine „Doublette“ vermeiden wollte, ging es am Wochenende für 17 Jugendliche und acht Betreuer an die Spree. Vier Tage lang erlebte die Gruppe in der Bundeshauptstadt Berlin ein überaus abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Highlights.

Die Idee, eine derartige Tour zunächst einmal testweise anzubieten, war bereits während der Mitgliederversammlung des Jugendwerks DRiWa im Jahr 2019 entstanden. „Es war der ausdrückliche Wunsch von Jugendlichen, Fahrten am Wochenende anzubieten. Gerne in fremde Städte zum Bummeln, Schauen und Shoppen“, blickt Rüdiger Pieck zurück. Das dazugehörige Konzept war schließlich nach Beratung gefunden – mit einigen Programmpunkten für alle Teilnehmer, aber auch mit einem zusätzlichem Wahlprogramm sowie mit einer gehörigen Portion Selbstorganisation und Selbstständigkeit vor Ort. Und damit ging es für sieben Jungen und zehn Mädchen zwischen zwölf und 15 Jahren aus Drensteinfurt, Rinkerode und Walstedde am Freitagnachmittag in Richtung Hauptstadt.

Das allerdings nicht ganz ohne Hindernisse. Denn der gebuchte Intercity ab Hamm ließ zunächst einmal über eine Stunde lang auf sich warten. Und auf die erhofften Tickets für die Besichtigung des Reichstages musste man ebenfalls verzichten. Der Stimmung in der zusammen mit den „Teamern“ Luca Schönfeld, Pasquale Fuchs, Linn Riedelbauch, Lea Vorlop, Clara Winkelnkämper und Lina Uhlenbrock betreuten Gruppe tat das allerdings keinerlei Abbruch. Nach dem Kennenlernabend am Freitag und einem Morgenimpuls am Samstag stand mit der Gedenkstätte Berliner Mauer zunächst ein bedeutendes Kapitel der Deutschen Nachkriegsgeschichte auf dem Programm. Am Nachmittag dann besuchten einige Teilnehmer das berühmte Wachsfigurenkabinette „Madame Tussauds“, während anderen den Potsdamer Platz erkundeten. Am Sonntag dann bestand Gelegenheit, das „Illuseum“ zu besichtigten oder an einer Spreefahrt teilzunehmen. Und zum Abschluss am Sonntag erlebte die Gruppe schließlich „Berlin von Oben“. Gemeinsam ging es nämlich auf den berühmten Fernsehturm.

Die Rückmeldungen seitens der Teilnehmer, berichtet (Noch-) Jugendpfleger Rüdiger Pieck, der sich in den kommenden Monaten verstärkt seiner neuen Hauptaufgabe als städtischer Seniorenbeauftragter widmen wird, sei überaus positiv gewesen. „Viele fanden gut, dass sie mitbestimmen durften, was gemacht wird“, schildert er. Auch das Engagement der „Teamer“ sei gut angekommen, denn schließlich hätten sie sich für jeden Teilnehmer viel Zeit genommen, wenn es um die Erfüllung eines Essenswunsches oder um die Suche eines bestimmtes Geschäftes ging.

Dass die Premierenfahrt bei eigentlich 24 zur Verfügung stehenden Plätzen und einem Selbstkostenpreis von 120 Euro nicht voll besetzt war, liege wahrscheinlich daran, dass sich ein derartiges Angebot erst etablieren müsse, mutmaßt Pieck. Entsprechend habe man eine Neuauflage durchaus bereits im Hinterkopf.

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